10000 Euro für Belmer Initiative Landkreis-Team fördert Schulbau in Burkina Faso


Osnabrück. Das Burkina-Faso-Team des Landkreises Osnabrück unterstützt mit 10000 Euro einen Schulbau in Westafrika. Simone Grützmacher, Sandra Schlonzak und Maike Berghegger überreichten jetzt das Geld in Form symbolischer Bausteine an Elisabeth Hempen und Holger Jansing vom Vorstand der Burkina-Faso-Initiative Belm. Beide Gruppen arbeiten seit 1995 zusammen.

Damals gründete sich in der Verwaltung am Schölerberg ein ehrenamtliches Team, um Mittel für Selbsthilfeprojekte in Burkina Faso zu sammeln. Unter anderem steht dafür der Erlös des Weihnachtsmarktes im Kreishaus zur Verfügung, der seit vielen Jahren am Wochenende vor dem ersten Advent stattfindet und gut besucht ist. „Zum Gelingen tragen immer viele Kollegen bei“, freute sich Simone Grützmacher bei der Spendenübergabe.

Die Unterstützung aus dem Kreishaus soll es ermöglichen, dass in Burkina Faso in dem Ort Samando schnell eine weiterführende Schule finanziert werden kann. Elisabeth Hempen berichtete von einer Reise nach Westafrika im Januar 2005, als es in Samando noch keine Infrastruktur gab. Inzwischen ist eine Grundschule in Betrieb, und auch eine Kranken- und eine Entbindungsstation wurden eröffnet. Im Sommer 2013 kamen dort die ersten Kinder zur Welt.

Um jungen Leuten eine echte Perspektive in ihrer Heimat zu geben, habe nun der Bau einer weiterführende Schule für die Jahrgänge sieben bis zehn begonnen, sagte Holger Jansing. Er lobte den langjährigen Einsatz des Landkreis-Teams. Ohne die Unterstützung vom Schölerberg hätten viele Projekte nicht umgesetzt werden können.

Das ehrenamtliche Team hatte zweimal einen Containertransport mit medizinischen Hilfsgütern ermöglicht. In einem Vorort der Hauptstadt Ouagadougou trugen Spenden und Weihnachtsmarkterlöse zum Aufbau eines größeren Gesundheitszentrums bei, das für die arme Bevölkerung eine Lücke im sozialen Netz geschlossen hat.

Von Belm aus werden seit 1980 Entwicklungsprojekte in Burkina Faso gefördert. Unterstützt wird die Arbeit auch von der politischen Gemeinde, die Haushaltsmittel zur Verfügung stellt – derzeit 7000 Euro pro Jahr.