Buschi tippt auf Portugal Tier-Orakel im Osnabrücker Zoo: 2:0 für Ronaldo

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Klare Sache beim WM-Orakel im Osnabrücker Zoo: Buschi tippt auf Portugal. Foto: Elvira PartonKlare Sache beim WM-Orakel im Osnabrücker Zoo: Buschi tippt auf Portugal. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Oje, wenn das mal gut geht. Oran-Utan Buschi und seine Partnerin Astrid tippen auf einen Sieg von Portugal im WM-Spiel am Montag gegen Deutschland.

Ob Olli Kahn oder Mehmet Scholl, die WM-Experten sind in den nächsten vier Wochen gefragter als Regierungssprecher Steffen Seibert. Doch der wahre Experte bei der WM in Südafrika vor vier Jahren war nicht der Titan Kahn, sondern der Tintenfisch Paul, Spiel für Spiel hat der Krake richtig vorhergesagt. Paul orakelt aber schon lange an einem besseren Ort, und ein würdiger Nachfolger ist noch nicht in Sicht. Auf wen höre ich also. wenn ich den richtigen Tipp für die Spiele von Jogis Jungs haben will? Eine Kuh, die ihre Notdurft auf Fahnen verrichtet? Ein Schwein? Ein Hund? Vielleicht gar kein Tier? Oder bin ich am Ende vielleicht sogar das Orakel? Es gibt nur eine Art, das herauszufinden, ein fairer Wettstreit Mensch gegen Tier. Meine Gegner: eine tierische Tippgemeinschaft aus dem Zoo, (hoffentlich) sieben verschiedene Orakelanwärter: die Zoorakel sozusagen.

Den Anfang macht Orang-Utan Buschi. Er geht mit dem Vorteil ins Rennen, schon Orakelerfahrung zu besitzen. Bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren hat er sich schon einmal versucht und lag prompt richtig. Der Gegner der DFB-Elf war damals wie heute Portugal, Buschi kann den zweiten Orakeljob also mit einem breiten Kreuz angehen. Auf der anderen Seite gehen Orang-Utans wohl schon rein biologisch alles mit breitem Kreuz an. Als alter Orakelhase darf Buschi dieses Mal sogar aus drei Angeboten auswählen – auch ein Unentschieden ist dieses Mal in der Verlosung. In seinem Gehege warten drei Gläser mit Apfelsaft auf ihn, einer mit deutscher, einer mit portugiesischer, einer mit beiden Fahnen darauf. Zur Sicherheit bauen wir das Ganze in einer anderen Ecke des Geheges noch mal mit Buttermilch auf. Nicht für mich, sondern weil Buschi nicht ganz so filigran veranlagt ist wie Mesut Özil oder Mario Götze, er fällt eher in eine Kategorie mit dem portugiesischen Verteidiger Pepe – der stampft schließlich hin und wieder sogar auf dem Rücken von Gegenspielern rum. Was Buschi aber nie machen würde.

Dann geht es los, Buschi kommt mit Orang-Utan-Dame Astrid im Schlepptau ins Außengehege, es stimmt wohl: Hinter jedem großen Affen steht eine starke Frau. Oder so ähnlich. Wahrscheinlich gibt es auch deswegen gleich eine gleichberechtigte Arbeitsteilung: Buschi orakelt mit der Buttermilch, Astrid mit dem Apfelsaft. So schnell hat man zwei Gegner. Buschi legt los, ein kurzer Blick und dann der entschlossene Griff – Portugal. Fast provokativ streicht er sich danach durchs Haar wie Cristiano Ronaldo kurz vor einem Freistoß. Mit der Provokation wird er Pepe noch ähnlicher.

Dann ist Astrid dran, sie grübelt erst einmal über den Gläsern. Vielleicht, weil sie sich nicht sicher ist, wie es um die Form von Sami Khedira bestellt ist, vielleicht, weil sie sich den vollsten Becher schnappen will. Dann greift auch Astrid zu. Zwei zu null für Portugal, klares Ergebnis bei den Orang-Utans. Ich halte dagegen und tippe auf Deutschland. Mögen die Spiele beginnen!


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