Ausstellung zu Remarques Roman Osnabrücker Schüler-Kunst zum Ersten Weltkrieg

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Krieg und Kunst: (von links) Tessa-Marie Wilhelm, Joachim Walz, Marie Sophie Tanger, Florian Wittstruck, Fabienne Plener, Eike Lauszus und Patrick Riesenbeck präsentieren ihre Arbeiten, die Teil einer Ausstellung zum Ersten Weltkrieg werden. Foto: Egmont SeilerKrieg und Kunst: (von links) Tessa-Marie Wilhelm, Joachim Walz, Marie Sophie Tanger, Florian Wittstruck, Fabienne Plener, Eike Lauszus und Patrick Riesenbeck präsentieren ihre Arbeiten, die Teil einer Ausstellung zum Ersten Weltkrieg werden. Foto: Egmont Seiler

lri Osnabrück. Nichts Neues ist es, dass Erich Maria Remarques Werke zur Weltliteratur zählen. Wie sehr der berühmte Osnabrücker jedoch auch heute noch die Menschen beschäftigen kann, zeigen die künstlerischen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler dreier Schulen aus Stadt und Landkreis, die ab dem 30. Juni in der Stadtbibliothek Osnabrück ausgestellt werden.

Inspiriert von Remarques berühmtem Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ erarbeiteten die Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, der Erich-Maria-Remarque-Realschule und der Schule Am Roten Berg aus Hasbergen mit unterschiedlichen Herangehensweisen eine Ausstellung. Der Anlass ist mit dem 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs gegeben: „In diesem Jahr liegt der Fokus stark auf Remarque“, so Ursula Führer, Vorsitzende der Remarque-Gesellschaft.

Da war es für sie und Beatrice le Coutre-Bick von der Stadtbibliothek Osnabrück nur folgerichtig, in Zusammenarbeit mit interessierten Schulen ein Projekt auf die Beine zu stellen und die Möglichkeiten der Bibliothek zu nutzen: „Wir sind nicht nur ein Ort, wo Bücher im Regal stehen, hier haben auch solche Projekte ihren Platz“, so le Coutre-Bick.

Schnell waren Teilnehmer gefunden, so zum Beispiel die schon namentlich prädestinierte Remarque-Realschule. Hier ging das Projekt gut einher mit dem Unterrichtsstoff der Klasse 9a, die sich mit Remarque beschäftigte. Unter Leitung von Stephanie Sprick und Ingrid Hanneken fertigten die Schüler innerhalb eines halben Jahres eine Sammlung verschiedener künstlerischer Ideen an. Daraus ist nun ein Buch geworden, das in der Ausstellung zu sehen ist. Für die Schüler ein spannendes Projekt, da sie ihren eigenen Zugang wählen konnten. „Es ist interessant und mal etwas ganz anderes, als einfach im Kunstunterricht neue Techniken zu lernen“, findet Joachim Walz, Schüler der Remarque-Realschule.

Einen anderen Zugang wählten die Schüler der Schule Am Roten Berg unter der Anleitung von Britta Leding. Sie bedienten sich des Radierungs-Verfahrens, um Szenen aus dem Ersten Weltkrieg zu visualisieren. Hierfür werden Motive in Druckplatten geritzt, und diese Einkerbungen werden dann mit Farbe getränkt und so zu Papier gebracht. Ein Verfahren, dass laut Leding bei Schülern recht unbekannt ist, aber durchaus seine Reize berge.

Als letzte an dem Projekt mitwirkende Gruppe war der Oberstufen-Kunstkurs des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums von Lehrer Thomas Johannsmeier involviert, dessen Schüler sich nicht auf einen Stil einigten, sondern individuell an das Thema herangingen und so zu einem facettenreichen Ergebnis kamen, obgleich sie als Abiturjahrgang auch anderweitig beansprucht waren.

Alle Exponate werden vom 30. Juni bis zum 12. Juli in der Kinder- und Jugendbibliothek am Markt zu sehen sein. Wer sich vorab einen ersten Eindruck verschaffen will, kann die Ausstellung auch online unter www.osnabrueck-weltkrieg1.de besuchen.


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