Wo die Straße der Megalithkultur startet Serie Stadtteilkultur (5): Voxtrup

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Seit zwölf Jahren ist der „Vokko“-Stein das Wahrzeichen des Stadtteils Voxtrup. Foto: Jan KampmeierSeit zwölf Jahren ist der „Vokko“-Stein das Wahrzeichen des Stadtteils Voxtrup. Foto: Jan Kampmeier

Osnabrück. Kultur in Voxtrup gibt es seit Jahrtausenden, und sie wird für die Ewigkeit gemacht. Das Großsteingrab „Teufelssteine“ wurde zwischen 3500 und 2800 vor Christus errichtet, und noch heute macht die Anlage aus riesigen Steinen Eindruck – wenn man sie denn findet: Sie liegt versteckt in einem Industriegebiet. Hier beginnt die „Straße der Megalithkultur“, die bis nach Oldenburg führt.

Mit großen Steinen hat man es offenbar auch heute noch in Voxtrup. Als neues Voxtruper „Wahrzeichen“ ließ der Bürgerverein im Kreisel an der Meller Landstraße im März 2002 den über mannshohen und 25 Tonnen schweren „Vokko“-Stein aufstellen, der aus dem Piesberger Steinbruch stammt und mit dem Voxtruper Wappen geschmückt wurde. Das zeigt den Brunnen auf dem traditionsreichen, denkmalgeschützten Gut Sandfort, abgesehen von den Teufelssteinen das wohl imposanteste und architektonisch auffälligste Bauwerk des Stadtteils. Ein weiterer Brunnen prägt erst seit Kurzem das Bild des Stadtteils, der kleine Antoniusbrunnen neben der gleichnamigen katholischen Kirche, der von dem Osnabrücker Bildhauer Johann Janikowski in fünfmonatiger Arbeit geschaffen wurde. Beobachtet wurde er dabei immer wieder von Voxtruper Bürgern, die den Bau des Brunnens durch ihre Spenden erst ermöglicht haben. Doch Kultur in Voxtrup sind natürlich nicht nur tote Bauwerke und Steine, es gibt auch reichlich lebendige Kultur. Ansgar Frankenberg, Vorsitzender des Bürgervereins, zählt dazu alle Bereiche des Gemeindelebens, das zum Beispiel durch eine ganze Reihe sehr aktiver Vereine geprägt wird. Da wären der Sportverein und der Reitverein, die Feuerwehr und der Bürgerverein. Was tut der? „Einmal im Jahr gibt es die ,Voxtruper Moultied‘, so Ansgar Frankenberg. Dabei wird in erster Linie der traditionelle deftige Pfefferpotthast verspeist, doch die „Moultied“ ist auch ein Fest mit Kultur: Musik von Voxtruper Künstlern wie zum Beispiel Frank Mierke und seiner Band gibt es dabei, außerdem Aufführungen der Plattdeutschen Spielgemeinschaft, die auch zu anderen Gelegenheiten regelmäßig ihre Stücke präsentiert. Aber es werden auch die unterschiedlichsten Dinge ausgestellt – und zwar, so Ansgar Frankenberg, ernst zu nehmende Kunst, etwa Schmiedearbeiten. „Wir wundern uns selbst immer wieder über die vielen kreativen Menschen in Voxtrup.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN