NOZ-Monatsrückblick Bürgermeisterwahlen und Weststraße: der Mai in der Region Osnabrück

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Osnabrück. Ganz im Zeichen wichtiger kommunalpolitischer Entscheidungen stand der Mai in der Region Osnabrück. Die Bürgermeister in Bad Laer und Hasbergen wurden abgewählt. In Osnabrück stimmten die Bürger gegen den Bau der Weststraße, und der Rat beschloss den Bebauungsplan für den Neumarkt.

Die Bürgermeisterwahlen in den Gemeinden rund um Osnabrück sorgen Ende Mai für Überraschungen. In Bad Laer wird Bürgermeister Holger Richard (CDU) abgewählt. Sein Herausforderer Franz Vollmer aus Rheda-Wiedenbrück, den der Wählerverein „Bürger für Bad Laer“ per Stellenanzeige gefunden hatte, schafft mit 65,6 Prozent der gültigen Stimmen eine Sensation. In Hasbergen muss Amtsinhaber Frank Stiller (SPD) gehen. Er verliert mit 46,83 Prozent gegen CDU-Mann Holger Elixmann (53,17 Prozent). Wer neuer Bürgermeister in Glandorf wird, entscheidet sich erst am 15. Juni 2014 in einer Stichwahl zwischen den unabhängigen Kandidaten Stefan Jürgens und Magdalene Heuvelmann. In Bad Rothenfelde und Bissendorf werden Klaus Rehkämper (CDU) und Guido Halfter (parteilos) in ihren Ämtern bestätigt.

Auch im benachbarten Nordrhein-Westfalen wird gewählt. Bei der Wahl zum Gemeinderat in Lotte behaupten SPD und CDU ihre 11 beziehungsweise 9 Sitze. Die Grünen gewinnen ein Mandat und stellen jetzt vier Ratsmitglieder, die FDP verliert einen Sitz und ist nur noch mit zwei Köpfen im Rat vertreten. In Westerkappeln hat die SPD weiterhin zwölf Sitze im Rat. Die CDU stellt jetzt acht statt bisher sieben Ratsvertreter. Die Grünen gewinnen ein Mandat und sind jetzt zu dritt im Rat. Die Bürgergemeinschaft stellt weiterhin zwei Ratsvertreter. Wer Bürgermeister in Westerkappeln wird, entscheidet sich erst am 15. Juni 2014. In einer Stichwahl muss Amtsinhaber Ulrich Hockenbrink (SPD) dann gegen Annette Große-Heitmeyer (CDU) antreten.

Bei den Wahlen zum Europäischen Parlament bleibt die CDU trotz Stimmenverlusten die stärkste Kraft in der Region. In der Stadt Osnabrück erreicht sie 34,1 Prozent, im Landkreis Osnabrück 46,4 Prozent und im Kreis Steinfurt 39,9 Prozent. Die SPD legt überall zu und kommt auf 29,4 Prozent in der Stadt Osnabrück, 30,3 Prozent im Landkreis Osnabrück und 37,6 Prozent im Kreis Steinfurt. Im Vergleich zur letzten Europawahl im Jahr 2009 legen die Grünen mit 17,9 Prozent in der Stadt Osnabrück leicht zu, im Landkreis Osnabrück verlieren sie mit 9,2 Prozent leicht und im Kreis Steinfurt halten sie mit 8,4 Prozent ihren Stimmenanteil. Auch die Linke legt überall leicht zu und erreicht 5,8 Prozent in der Stadt Osnabrück, 3,3 Prozent im Landkreis Osnabrück und 3,5 Prozent im Kreis Steinfurt. Die FDP erleidet überall deutliche Stimmenverluste. In der Stadt Osnabrück kommt sie nur noch auf 3,5 Prozent, im Landkreis Osnabrück auf 2,7 Prozent und im Kreis Steinfurt auf 3,2 Prozent. Matthias Groote (SPD), Jens Giesecke (CDU) und Markus Pieper (CDU) vertreten die Region künftig im EU-Parlament.

In Osnabrück bringt die erste Bürgerbefragung eine knappe Entscheidung. Die umstrittene Westumgehung wird vorerst nicht gebaut. 31 081 Wähler (51,7 Prozent) entscheiden sich gegen den Bau der 1,8 Kilometer langen Straße im Westen der Stadt. 29 065 (48,3 Prozent) stimmen mit Ja.

Auch in einem anderen städtebaulichen Projekt fällt nach jahrelanger Diskussion eine Entscheidung: Der Stadtrat verabschiedet den Bebauungsplan 525, der die Neugestaltung des Neumarkts regelt. Dazu gehören die Zweispurigkeit, die Bebauung der Fläche vor H&M und die Neuordnung des Busverkehrs.

Ein neuer Streit entbrennt um die Sanierung der Osnabrück-Halle. Osnabrücks Kämmerer Thomas Fillep kündigt an, dass das Kongress- und Veranstaltungszentrum erst 2016 fertig wird und nicht, wie geplant, schon im nächsten Jahr. Die Erbauer des angrenzenden Hotels reagieren pikiert, viele potenzielle Kunden der Osnabrück-Halle müssen umdisponieren. Durch die Verschiebung der weiteren Sanierung will die Stadt laut Fillep mehr Zeit für die Ausschreibung und Vergabe von Handwerksaufträgen gewinnen. Offenbar plant sie den weiteren Umbau in Eigenregie. Die bisher mit der Generalplanung beauftragte Projektabwicklungsgesellschaft W+P (Essen/Stuttgart) jedenfalls wird nach einem monatelang schwelenden Streit um die Qualität des Umbaus und die Ursachen für steigende Kosten ausgebootet. Ein Rechtsstreit bahnt sich an.

Die Auseinandersetzungen um das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs sorgen weiter für Schlagzeilen. Die Zion GmbH, Eigentümerin des Areals, zieht überraschend, kurz vor dem Gerichtstermin, eine Räumungsklage gegen Carsten Gronwold zurück, der ein früheres Bürohaus auf dem Gelände gemietet hat, in dem Musiker und Künstler proben. Außerdem setzt die Zion GmbH dem Kulturverein Petersburg ein Ultimatum, seinen „Freiraum“ auf dem Gelände zu verlassen. Anschließend versucht sie, ein Kulturfest des Vereins zu stören. Ende des Monats stellt sich heraus, dass die Nutzer der Probenräume und die Besucher des Freigeländes möglicherweise krebserregenden Ausdünstungen ausgesetzt waren, die bei Bauarbeiten in der ehemaligen Montagehalle ausgetreten sind. Daraufhin legt die Stadt legt die Baustelle still. Die Zion GmbH reagiert mit einem Hausverbot gegen Stadtbaurat Frank Otte.

70 Osnabrücker verhindern die Abschiebung eines somalischen Flüchtlings. Als Polizei und Mitarbeiter der Braunschweiger Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge vor dem Asylbewerberheim An der Petersburg eintreffen, blockiert eine Gruppe von 70 Demonstranten die Eingänge. Mit der Versicherung, dass die Aktion friedlich bleibe und die Demonstranten nicht die Straße blockierten, zieht sich die Polizei wieder zurück.

Die russischen Aktivisten Olga Lenkova und Alfred Minakhmetav erhalten stellvertretend für die schwul-lesbische Bürgerrechtsgruppe „Coming Out“ den Rosa-Courage-Preis .

Die Maiwoche zieht auch in diesem Jahr wieder Tausende Besucher an. Insgesamt 550.000 Besucher sind nach Angaben der Veranstalter in der Innenstadt unterwegs. Echte Maiwochenfans lassen sich auch durch schlechtes Wetter nicht vom Feiern abhalten.

In Bissendorf beginnt mit dem Spatenstich für das neue Rathaus die Neugestaltung des Ortskerns. Da das Kostenlimit von 3,5 Millionen Euro, das der Rat dem Projekt gesetzt hat, eingehalten werden kann, wird auch der Sitzungssaal gebaut.

In Wallenhorst zieht der Rat die Reißleine bei einem wichtigen Baustein der Ortsgestaltung. Auf dem brachliegenden Töwerlandgelände wird kein Wohn- und Geschäftshaus gebaut. Der Investor P+S aus Bohmte legt kein neues Konzept für die Baulücke vor. Außerdem heißt es plötzlich, nicht mehr P+S wolle das Grundstück im Zentrum kaufen, sondern eine Genossenschaft, die sich in Gründung befinde. Der Rat beschließt deshalb eine neue Ausschreibung für das Filetgrundstück im Ortszentrum.

In Hagen treffen sich mehr als 50 Spielmannszüge, Orchester und Tanzensembles aus ganz Europa Länder beim 24. Internationalen Musikfestival .

Auch in Hilter wird viel musiziert. Das Blasorchester Borgloh feiert mit einem Konzert vor 700 Zuhörern sein 60-jähriges Bestehen. Einen Tag später ist das Blasorchester Gastgeber des zehnten Kreismusikfestes, an dem sich 17 Musikvereine aus dem Osnabrücker Land beteiligen.

Das erste City-Kart-Rennen in Oesede lockt Zehntausende Besucher in die Innenstadt von Georgsmarienhütte. 160 Fahrer von 16 Rennteams rasen mit bis zu 65 Stundenkilometern über den 555 Meter langen Rundkurs.

In Bad Iburg können Wanderer jetzt barfuß etwas für ihr Wohlbefinden tun. Auf dem neu eröffneten Gesundheitspfad „barfuß wanderfit“ gibt es drei verschieden lange Rundkurse mit unterschiedlichen Höhenprofilen und Schwierigkeitsgraden.

Die Zukunft des Soletherapiebads in Bad Laer ist wieder offen. Um Zuschüsse von der EU für das neue Solevital zu erhalten, sollte das alte Bad bis Ende des Jahres abgerissen werden. Aufgrund der komplizierten Eigentumsverhältnisse und der baulichen Verbindung mit der Blomberg-Klinik klappt dies nun nicht mehr. Die Touristik GmbH prüft, ob das Therapiebad allein und ohne die Bewegungsbecken weiterbetrieben werden kann oder ob es außer Betrieb genommen wird. In beiden Fällen müssen die Förderungsbescheide geändert werden.

Die Rast- und Tankanlagen Brockbachtal an der Autobahn 30 in Westerkappeln sind fertiggestellt. Damit ist eine große Versorgungslücke für Trucker, Fernreisende und Vielfahrer, die auf der A 30 in Richtung Holland oder gen Osten unterwegs sind, geschlossen.

Pia Krämer scheidet bei „The Voice Kids“ aus. In der letzten „Battle Show“ vor dem Finale entscheidet sich Coach Johannes Strate gegen die 14-Jährige aus Lotte.


Hier fassen wir jeweils zum Ende eines Monats die wichtigsten Themen der vorangegangenen Wochen in Kurzform zusammen. Ähnlich wie in den beliebten Jahresrückblicken der Zeitung können Sie hier alles Wissenswerte des Monats aus Osnabrück und Umgebung Revue passieren lassen. Hyperlinks im Text führen Sie bequem zu vorheriger Berichterstattung.

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