Ein Bild von Rainer Lahmann-Lammert
27.05.2014, 10:59 Uhr

Geht Osnabrück zu hart mit der Zion GmbH ins Gericht?

Ein Kommentar von Rainer Lahmann-Lammert


Die Zion GmbH hat schon wieder Ärger mit der Stadt. Dieses Mal wegen giftiger Substanzen im Fußboden eines Gebäudes. Foto Jörn MartensDie Zion GmbH hat schon wieder Ärger mit der Stadt. Dieses Mal wegen giftiger Substanzen im Fußboden eines Gebäudes. Foto Jörn Martens

Osnabrück. Krebserregende Ausdünstungen: Der unsachgemäße Umgang mit giftigen Substanzen auf dem Güterbahnhof in Osnabrück bringt der Zion GmbH Ärger mit der Stadt ein. Die Härte der Behördenreaktion wirft allerdings Fragen auf: Werden hier noch andere Rechnungen beglichen? Ein Kommentar.

Altlasten gibt es viele in Osnabrück, und das Teerparkett in der offenen Montagehalle auf dem Güterbahnhof ist ganz sicher nicht die gefährlichste. Die Härte, mit der die Stadt gegen die Zion GmbH vorgeht, wirft die Frage auf, ob da nicht eine andere Rechnung beglichen wird.

Schließlich liegen beide Seiten im Clinch um das Grundstück, das für die neue Brücke an der Hamburger Straße gebraucht wird.

Kann ja sein, dass Zion-Geschäftsführer Ralf Gervelmeyer gar nicht wusste, welche Gifte da unter dem Parkett lauern. Verantwortlich ist er dennoch. Wo Menschen durch krebserregende Stoffe gefährdet werden, muss die Stadt schnell handeln. Gervelmeyer, der am Güterbahnhof auf Sicherheit und Ordnung pocht und mit unnachgiebiger Härte gegen Falschparker vorgeht, wird sicherlich Verständnis für das konsequente Vorgehen der Behörden haben.

Mehr zum Güterbahnhof in unserem Themenspezial.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN