SPD und CDU tagten gemeinsam Osnabrücker Ehrenbürger Fip wirbt für Westumgehung

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Gemeinsame Fraktionssitzung von CDU und SPD zum Thema Entlastungsstraße West/Westumgehung. Foto: Hermann PentermannGemeinsame Fraktionssitzung von CDU und SPD zum Thema Entlastungsstraße West/Westumgehung. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Der frühere Oberbürgermeister und Ehrenbürger von Osnabrück, Hans-Jürgen Fip (SPD), hat sich mit Nachdruck für den Bau der Entlastungsstraße West/Westumgehung ausgesprochen. „Die Stadt muss eine leistungsfähige Infrastruktur bereitstellen, um wirtschaftlich eine Zukunft zu haben“, sagte Fip während einer gemeinsamen öffentlichen Fraktionssitzung von SPD und CDU im Rathaus.

Der industrielle Kern, den früher das Stahlwerk und heute die Kupferindustrie und der Autobau bilden, werde voraussichtlich nicht viel weiter wachsen, sagte Fip. Das Oberzentrum Osnabrück müsse sich daher wirtschaftlich auf den sogenannten tertiären Sektor stützen. Dazu gehören der Dienstleistungsbereich, die IT-Branche, der Handel, die Gesundheitswirtschaft oder auch die Bildung. Um diese Bereiche zukunftsfähig zu halten, brauche Osnabrück ein leistungsfähiges Verkehrsnetz, damit diese Angebote für Nutzer und Beschäftigte erreichbar seien. Fip wies auf den Ausbau des Hochschulcampus am Westerberg und den Ausbau des Wissenschaftsparks. Schon 1968 habe er einer Resolution unterschrieben, in der eine westliche Straßenverbindung gefordert wurde, sagte Fip. Seither hätten sich die Argumente für eine solche Straße angesichts der rasanten Entwicklung in den früheren Kasernen und Briten-Siedlungen deutlich vermehrt.

Fip sprach als Gast der mutmaßlich ersten gemeinsamen, öffentlichen Fraktionssitzung die SPD und CDU. Die Fraktionen stehen sich im Rat gegenüber, haben sich in der Causa Entlastungsstraße West/Westumgehung aber verbrüdert. Die Fraktionsvorsitzenden Fritz Brickwedde (CDU) und Frank Henning (SPD) bilden die Spitze des Vereins „Entlastungsstraße Jetzt!“. Etwa 50 Zuhörer, in der großen Mehrzahl Befürworter der Straße, verfolgten die Fachvorträge der Gutachter Wolfgang Haller (Masterplan Mobilität), Manfred Ramm (Lärm) und Kay Lorenz (Umwelt).

Am Sonntag, 25. Mai, können 125000 wahlberechtigte Osnabrücker entscheiden, ob die Weststraße gebaut werden soll. Es ist die erste Bürgerbefragung in der Geschichte der Stadt.


Die Redaktion benutzt den Begriff Westumgehung, weil er sich eingebürgert hat und von den meisten Internetnutzern als Suchbegriff benutzt wird. Sie finden dadurch die Artikel leichter. Mit der Wortwahl beziehen wir ausdrücklich nicht Stellung zum politischen Streit um die Straße, der sich auch in der Wortwahl widerspiegelt. Die Befürworter benutzen die von der Stadtverwaltung 2010 geprägte Bezeichnung Entlastungsstraße West, weil es sich um eine zweispurige Stadtstraße mit Tempo 50 handelt. Der Begriff Westumgehung stammt aus den Siebziger- und Achtzigerjahren, als noch eine vierspurige Schnellstraße geplant war. Die Stadt benutzt immer beide Begriffe gleichrangig: Entlastungsstraße West/ Westumgehung

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