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Rohbau Ende Mai fertig Neubau im Osnabrücker Himmelreich nimmt Gestalt an

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Osnabrück. Der neue Wohnkomplex auf dem Gelände des früheren Hotels Himmelreich in Nahne wächst zusehends. Sieben Monate nach dem ersten Spatenstich sollen laut Bauherr die Rohbauarbeiten an dem zweigeschossigen Haus voraussichtlich Ende Mai abgeschlossen sein. Im Herbst werde es bezugsfertig sein.

Wer mit dem Kauf einer der acht entstehenden Eigentumswohnungen im Landschaftsschutzgebiet liebäugelt, hat Glück: Wie die Martin Jasper Immobilienverwaltung aus Ibbenbüren weiter mitteilt, sind an der Adresse „Zum Himmelreich 11“ noch vier Apartments zu haben: zwei im Erdgeschoss und zwei im Obergeschoss. Der Kaufpreis beträgt zwischen 2500 und 2900 Euro pro Quadratmeter. Größter Trumpf der gesamten Anlage, die Strom und Wärme aus einem eigenen Blockheizkraftwerk im Keller bezieht, ist nach Angaben des Investors der „unverbaubare Blick in die Natur“ und die freie Aussicht etwa auf das Krankenhaus am Harderberg.

Auf dem 3000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen insgesamt drei komfortable Wohnungstypen: die Erdgeschosswohnung mit kleinem Garten und „großzügig dimensionierter“ Südterrasse, die Zwei-Etagen-Wohnung „mit Einfamilienhaus-Charakter“ sowie die Penthouse-Wohnung mit 40 Quadratmeter großer Dachterrasse. Die Grundrisse zeigen 3- und 4-Zimmer-Apartments mit Wohnflächen zwischen 126 und 150 Quadratmetern. Sämtliche Wohnungen verfügen über einen offenen, hellen Wohn- und Essbereich mit schwellenlosem Zugang zu den Südterrassen und -balkonen. Die Bäder sind mit Wannen und bodengleiche Duschen ausgestattet, außerdem ist in jeder Wohnung ein Gäste-WC vorgesehen. Zu jeder Eigentumswohnung gehören überdies ein Kellerraum, ein Kaminanschluss sowie auf Wunsch feste Parkplätze in der Tiefgarage (Kaufpreis je 15.000 Euro). Alle Etagen sind mit einem Aufzug erreichbar. „Wir wollen unser Bauprojekt insbesondere für Senioren interessant gestalten“, erklärt Yvonne Jasper die barrierefreie Bauweise.

Historischer Ort

Wer auch immer hier demnächst wohnen wird, atmet auch ein wenig den Geist der Geschichte: Ende der 1950er-Jahre errichtete der Arzt Helmut Meyer an diesem Ort ein üppiges Privathaus für seine große Familie und gab ihm den Namen „Zum Himmelreich“. Als die Meyers 1962 wieder in die Innenstadt zogen, machten sie aus ihrem großzügigen Domizil das Hotel und führten es bis 17 Jahre lang. In dieser Zeit nächtigten hier viele Vertreter, Fußballmannschaften und prominente Politiker wie Herbert Wehner und Rainer Barzel. 1980 übernahm August Schöpper das Hotel Himmelreich, ehe seine Frau und spätere Eigentümerin den Herbergsbetrieb aus Altersgründen aufgab. 2007 wurde das Haus abgerissen. Für die Brache gab es immer wieder Interessenten und Ideen. Bis eine davon verwirklicht wurde, vergingen jedoch noch einmal sechs Jahre.


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