Frühstart am Schölerberg Die ersten Maikäfer in Osnabrück sind da

Einer der ersten Maikäfer der Saison: Helmut Kirschner fotografierte ihn in einem leuchtend gelben Eierkarton.Einer der ersten Maikäfer der Saison: Helmut Kirschner fotografierte ihn in einem leuchtend gelben Eierkarton.

Osnabrück. Gut eine Woche vor Beginn des Wonnemonats sind in Osnabrück die ersten Maikäfer aufgetaucht.

An der Broxtermannstraße im Stadtteil Schölerberg entdeckte Helmut Kirschner den pelzigen Vertreter aus der Familie der Blatthornkäfer und steckte ihn in einen leuchtend gelben Eierkarton, um ihn besser fotografieren zu können. Zunächst sei die Katze auf das Insekt aufmerksam geworden, berichtet der Osnabrücker. Später am Abend hatte sich ein zweiter Maikäfer zu dem ersten gesellt.

Insgesamt ist die Natur in diesem Jahr sehr früh dran. Der Flieder steht in voller Blüte, und die ersten Maiglöckchen betören mit ihrem süßen Duft.

Maikäfer leben in der Regel drei Jahre als Engerlinge im Boden, bevor sie ans Tageslicht krabbeln. Diese Zyklen sind regional synchronisiert, so dass in einigen Gebieten alle vier Jahre besonders viele Maikäfer auftreten – zum Leidwesen der Forstwirtschaft, denn die Käfer ernähren sich überwiegend von frischen Blättern der Laubbäume.

Bis in die Siebzigerjahre wurden Maikäfer mit Insektiziden bekämpft, was Reinhard Mey zu seinem Lied „Es gibt keine Maikäfer mehr“ inspirierte. Inzwischen haben sich die Bestände wieder erholt.


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