Radler macht in Osnabrück Station Friedenstour zum 125-jährigen Jubiläum der Guttempler

Klaus Kramsch (ganz links) und drei weitere Osnabrücker Guttempler waren Friedenstour-Radler Frank Lindemann (rechts) und Dietmar Klahn, dem stellvertretenden Landesvorsitzenden der Guttempler (zweiter von links), entgegen gefahren, um sie zum Guttemplerhaus in der Heinrichstraße zu lotsen.Klaus Kramsch (ganz links) und drei weitere Osnabrücker Guttempler waren Friedenstour-Radler Frank Lindemann (rechts) und Dietmar Klahn, dem stellvertretenden Landesvorsitzenden der Guttempler (zweiter von links), entgegen gefahren, um sie zum Guttemplerhaus in der Heinrichstraße zu lotsen.

Osnabrück. Zum 125-jährigen Jubiläum der Guttempler in Deutschland macht Frank Lindemann eine 3691 Kilometer lange „Friedensfahrt“ per Rad quer durch Deutschland. Damit will er auf die Arbeit und die Forderungen der Guttempler hinweisen. Am Donnerstagabend kam er in Osnabrück an, wo er bei den hiesigen Guttemplern übernachtete.

Rund 1511 Kilometer hatte Lindemann geschafft, als er beim Haus der Guttempler in der Heinrichstraße ankam. Einige der Osnabrücker waren ihm entgegen geradelt und begleiteten ihn das letzte Stück der Strecke. Die anderen hatten beim Guttemplerhaus den Grill angeworfen und das Abendessen vorbereitet. Außerdem mit dabei war Dietmar Klahn. Der stellvertretenden Landesvorsitzenden der Guttempler begleitete Lindemann durch Niedersachsen: „Wir haben gesagt, dass wir in gut durchs Land lotsen.“

Für Lindemann war der Besuch in Osnabrück ein Heimspiel. Denn er lebte als Jugendlicher in der Friedensstadt und engagierte sich schon damals in der Guttempler-Jugendgruppe „Lets fetz“.

Mit seiner Friedentour möchte Lindemann besonders auf die „nicht zu ertragende Situation von Kindern in suchtbelasteten Familien“ aufmerksam machen. „Außerdem ist mir wichtig zu sagen, dass wir als Selbsthilfegruppe auch Friedensarbeit leisten, wir bringen Frieden in die Familien“, so Lindemann. Ein weiteres Ziel der Guttempler sei der Stopp des Alkohlzuflusses. „Es kann nicht sein, dass man Alkohol 24 Stunden bekommen kann, Brot und Eier aber nicht“, so der Guttempler und fügte hinzu: „Das ist eine unerträgliche Schieflage.“

Gestartet ist er am Sonntag, 23. März in Flensburg, weil dort 1889 die erste deutsche Gruppe gegründet wurde. Seine Fahrt endet am Donnerstag, 29. Mai, in Hofheim im Taunus. Dort beginnt an diesem Tag der Guttempler-Kongress zum 125-Jubiläum. In der Zeit dazwischen besucht Lindemann so viele Guttempler wie möglich und fährt durch sämtliche Bundesländer.

In Berlin hatte ihm besonders der Mauerradweg gefallen: „Das war interessant, man fährt mitten durch Berlin, aber ohne viel Verkehr.“ Einen schlimmen Tag hingegen hatte er auf der Strecke von Magdeburg nach Braunschweig. „Wir hatten Windböen bis Stärke sieben, mussten abrechen und die letzten 20 Kilometer mit dem Zug fahren“, so Lindemann, der sich für Karfreitag die Strecke von Osnabrück nach Bielefeld vorgenommen hatte. „Vom Dümmer aus sah man schon das Ende der norddeutschen Tiefebene, nun kommt die erste Teststrecke mit Bergen“, erzählte der Guttempler beim Zwischenstopp in Osnabrück. Und mit Blick auf die restliche Route erklärte er: „Besonderen Respekt habe ich vor allen langen Strecken über 100 Kilometern.“ Außerdem wüsste er nicht, was ihn in Bayern und im Saarland erwarte. Aber er wird in seinem Tourtagebuch unter http://friedensfahrt2014.guttempler.info darüber ebenso berichten wie er es über seinem Besuch in Osnabrück getan hat.

Seit 1889 helfen die Guttempler Menschen mit Suchtproblemen. Sie bieten Selbsthilfegruppen sowie Einzelgespräche und Beratungen an. Die Osnabrücker Guttempler sind unter Telefon 0541/17731 oder per E-Mail an klaus.kramsch@osnanet.de erreichbar.


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