Medizinstudent aus Marburg gewinnt Humorvoll und lehrreich: 1. Osnabrücker „Science-Slam“


Osnabrück. Dass Science-Slams einen humorvollen Abend und lehrreiche Unterhaltung versprechen, hat sich an Uni und Hochschule offenbar herumgesprochen: Kurz vor 20 Uhr am Donnerstagabend bildete sich vor der Lagerhalle eine sehr lange Schlange. Mehrheitlich Studenten warteten auf Einlass zum ersten Osnabrücker „Science-Slam“.

Im Saal erwartete sie eine Mischung wissenschaftlicher Kurzvorträge aus fünf unterschiedlichen Disziplinen. Zehn Minuten maximale Rededauer waren vorgegeben. Den Anfang machte Wirtschaftsgeograf und Science-Slam-Debütant Rolf Wintgens von der Uni Osnabrück mit einem Referat über sein Masterarbeitsthema „Die Performität von Immobilienmärkten“. Die witzigen Einfälle, mit denen er sein trockenes Thema vermittelte, zündeten im Publikum zwar einige Lacher, aber in der Bewertung durch die Jury schnitt er eher mäßig ab.

Das lag aber sicherlich auch daran, dass direkt nach ihm Profi-Slammer Johannes Hinrich von Borstel aus Marburg auftrat, der mit seinem Vortrag „Der unchristliche Weg zu (fast) ewigem Leben. Wie Sex Ihr Leben retten wird!“ die Zuhörer begeisterte. Der Medizinstudent leitete darin her, wie regelmäßiger Sex Arteriosklerose vorbeugt. Damit konnte von Borstel punkten, sodass er am Ende des Abends den Sieg davontrug. Dicht gefolgt wurde er von Physiker Reinhard Remford aus Essen, der im Dezember 2013 das Science-Slam-Finale in Münster für sich entscheiden konnte. In rasantem Tempo und gespickt mit allerlei Alltagsbeispielen, erläuterte er Quantentheorie und Unschärferelation. Geophysikerin Kirsten Schulze aus Kiel berichtete von ihren Expeditionen nach Norwegen und den dortigen Gamma-Strahlung-Messungen. Kathrin Knüppe, Wissenschaftlerin am Institut für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück, sprach über den Klimawandel und mögliche Anpassungsstrategien.


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