Wettbewerb zur Europawahl Verena Föcke aus Fürstenau gewinnt mit Gurkenidee

Eine pfiffige Idee verhalf Verena Föcke zum ersten Platz beim Bundeswettbewerb. Im Berliner Museum für Kommunikation nahm sie den Preis entgegen. Foto: Georg LopataEine pfiffige Idee verhalf Verena Föcke zum ersten Platz beim Bundeswettbewerb. Im Berliner Museum für Kommunikation nahm sie den Preis entgegen. Foto: Georg Lopata

Osnabrück. Wer derzeit mit dem ICE durch Deutschland reist, kann in den Bahnhöfen ein Plakat der Osnabrücker Lehramtsstudentin Verena Föcke (23) hängen sehen. Das Plakat zeigt eine krumm gebogene Salatgurke und ist überschrieben mit dem Slogan „Nobody’s perfect. Am 25. Mai ist Europawahl!“. Mit dieser witzigen Idee gewann Föcke den Plakatwettbewerb der Bundesregierung zur Europawahl.

Der Wettbewerb richtet sich in erster Linie an junge Erstwähler. Am Montag nahm Verena Föcke den Preis im Berliner Museum für Kommunikation entgegen.„Schon am nächsten Tag auf der Rückreise nach Osnabrück habe ich mein Plakat am Bahnhof hängen sehen“, freut sich die Master-Studentin der Universität Osnabrück. Die Platzierung der Teilnehmer habe demnach wohl schon vor der Preisverleihung festgestanden. „Die Jury hat es aber dennoch bis zum Schluss spannend gemacht.“

Außer ihr wurden noch drei Design-Studenten-Teams von der Fachhochschule Münster ausgezeichnet. „In Münster haben sich die Studenten ein ganzes Semester lang gruppenweise mit dem Thema Europawahl beschäftigt. Wir haben in unserer Projektgruppe ‚Visuelle Medien‘ mehrere Plakate zu verschiedenen Ausschreibungen gestaltet.“

Für das Gurken-Plakat habe sie gerade einmal vier Wochen Zeit gehabt vom Entwurf bis zur Fertigstellung, berichtet die Studentin. Mit einem Sieg beim Wettbewerb mit über 70 Einreichungen habe sie aufgrund der starken Konkurrenz aus Münster nicht gerechnet.

„Nachdem die Idee stand, etwas zur Gurkenkrümmungsverordnung der EU zu machen, habe ich in Supermärkten und auf Märkten nach stark gebogenen Gurken gesucht“, erinnerte sich die 23-Jährige. Doch obwohl die Verordnung schon seit 2009 offiziell nicht mehr gilt, fand sie dort fast nur gerade gewachsene Gurken. „Am Ende habe ich eine normale Gurke abfotografiert und die Krümmung dann künstlich mit Photoshop am Computer hergestellt.“

Freunde und Familie haben alle schon nach einem Plakat von ihr gefragt. „Aber nach der Verleihung hat sich die Presse auf uns gestürzt, dass wir gar keine Gelegenheit mehr hatten, eine der ausgelegten Rollen mitzunehmen.“

Die Urkunde wolle sie aber aufbewahren und eventuell einmal bei Bewerbungen einsetzen, berichtet Verena Föcke. Eine Tätigkeit als Grafikerin kann sie sich aber nicht vorstellen. „Mein Ziel ist es nach wie vor, Lehrerin für Französisch und Kunst zu werden“, so die Osnabrücker Studentin mit Heimatort Fürstenau. Im Sommer will sie ihren Master-Abschluss machen.

Alle Gewinnerplakate sind auf der Website www.europaplakat.de zu sehen.


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