Umzug in TUI Arena Michael Barlag schreibt Erfolgsgeschichte mit Jobmesse

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Michael Barlag, Erfinder der Jobmesse, will sein Erfolgsprodukt weiter ausbauen. Inzwischen ist die Jobmesse in 17 deutschen Städten unterwegs. Foto: PicasaMichael Barlag, Erfinder der Jobmesse, will sein Erfolgsprodukt weiter ausbauen. Inzwischen ist die Jobmesse in 17 deutschen Städten unterwegs. Foto: Picasa

Osnabrück. Als Michael Barlag vor genau 10 Jahren den Personalchefs großer Osnabrücker Unternehmen sein Konzept von einer „Jobmesse“ vorstellte, wurde er nach eigenen Worten „belächelt“. Heute lächelt er: 97 Jobmessen in 17 Städten, Umsatzsprünge jedes Jahr, und jetzt zieht die Osnabrücker Messeagentur Barlag mit ihrem Hauptprodukt in die TUI Arena in Hannover.

4,8 Millionen Menschen waren 2004 in Deutschland arbeitslos gemeldet, als Barlag die Jobmesse zum ersten Mal in einem Osnabrücker Autohaus an den Start brachte. Die Unternehmen konnten die Bewerber kommen lassen und auswählen, heute müssen sich die Unternehmen ins Zeug legen und sich den Besuchern als attraktiver Arbeitgeber anbieten. „Der Markt hat sich komplett gedreht“, sagt Michael Barlag. „Es ist ein reiner Abwerbemarkt geworden.“

Darin liegt wohl auch ein bisschen das Erfolgsgeheimnis dieses Formats. Die Jobmesse hebt sich von den Ausbildungsmessen ab, auf denen sich Schüler und Ausbildungsbetriebe beschnuppern können. „Bei uns kommen alle Generationen, der Vater mit Sohn, der Schüler und der Ingenieur“, sagt Barlag. Der Vater, beruflich etabliert, aber nicht satt, blickt sich nach Veränderungsmöglichkeiten und neuen Herausforderungen um. Der Sohn erkundigt sich nach Ausbildungsplätzen und Karrierechancen. Zunehmend kommen auch Jobsuchende, die kurz vor dem Rentenalter stehen, denn immer mehr Firmen, vor allem aus der Baubranche, brauchen sie für zeitlich begrenzte Projekte. Voraussetzung ist: gute Qualifikation und Flexibilität.

Ja, er habe angesichts der Entwicklungen im Internet Befürchtungen gehabt, die Messe könne an Bedeutung verlieren. Aber das Gegenteil sei eingetreten. Vielen Personalchefs sei der „Nasenfaktor“, der direkte Kontakt mit einem potenziellen Bewerber, sehr wichtig, um früh entscheiden zu können, ob sich die Mühe des weiteren Bewerbungsverfahrens für diesen oder jenen Kandidaten überhaupt lohnt. Eine schriftliche Bewerbung sei nicht immer aussagekräftig.

Im März 1988 machte sich Michael Barlag mit einer Werbeagentur selbstständig. In seinem Verlag erscheint der „Insider“, ein Osnabrücker Szeneblatt. Die erste Messe, eine Immobilienmesse, veranstaltete der heute 45-Jährige 1995 in der Dresdner Bank. Dann entdeckte er den Arbeitsmarkt als sein ‚Kerngeschäft und etablierte die Jobmesse als bundesweite Marke.

Heute bestimmt das Messegeschäft 85 Prozent der betrieblichen Aktivitäten. Barlag beschäftigt 22 Mitarbeiter fest, hinzu kommen zahlreiche Aushilfskräfte an den Messetagen. Der Umsatz stieg nach Barlags Angaben von 2012 auf 2013 um 25 Prozent , in diesem Jahr will er den Umsatz um 15 Prozent steigern. Über die Gewinne schweigt er sich aus.

Barlags Ziel ist es, jedes Jahr zwei neue Städte mit Jobmessen zu bedienen. Der Schwerpunkt ist Norddeutschland zwischen Köln und Rostock. In 2015 sollen Frankfurt und Nürnberg dazu kommen, dann sollen Leipzig und Dresden folgen. „Wir wollen auf jeden Fall in den Metropolen vertreten sein, wo die großen Player spielen“, sagt der Agenturchef.

Berlin, München, Hamburg, Stuttgart sind schon Jobmesse-Städte in Deutschland. Und: Barlag hat sich die österreichischen und schweizerischen Domains „ jobmessen.at “ und „ jobmessen.ch “ bereits gesichert. Das weitere Ziel ist damit schon abgesteckt.

Neue Dimension

Hannover steht zwar schon seit sechs Jahren auf dem Messeplan, aber die siebte Jobmesse in der Landeshauptstadt wird eine besondere sein: Sie findet in der TUI-Arena statt, in der sonst die Großen des Showgeschäfts auftreten oder Deutschland seinen Start für den europäischen Song-Contest sucht. „Wir haben auf unserer Deutschlandtour schon viele Locations kennengelernt, aber die TUI-Arena ist definitiv eine neue Dimension für uns“, sagt Projektleiter Johannes Voigt.

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