Gemeinsame Zeit macht glücklich Glücksprojekt im Hort in der Dodesheide

Die Glückswand ist jetzt gut gefüllt: Erzieherin Sabine Welker (links) und die am Projekt beteiligten Kinder vom Hort in der Dodesheide. Foto: Johanna KollorzDie Glückswand ist jetzt gut gefüllt: Erzieherin Sabine Welker (links) und die am Projekt beteiligten Kinder vom Hort in der Dodesheide. Foto: Johanna Kollorz

Osnabrück. Den Welttag des Glücks hat der Hort in der Dodesheide zum Anlass genommen, sich mit Wohlbefinden und Zufriedenheit zu beschäftigen.

Erzieherin Sabine Welker initiierte ein eigenes kleines Glücksprojekt. Ein Zeitungsartikel und der Internet-Blog einer australischen Künstlerin brachten sie auf die Idee, im Flur der Schule in der
Dodesheide, der zum Hort führt, eine anfangs leere Pinnwand anzubieten, auf der die Kinder ihre ganz individuellen Gefühle und Gedanken zum Thema festhalten konnten.

Jolina (7) hat zwei von zwölf farbenfrohen Bildern zur Gestaltung der „Glückswand“ beigetragen. Genau wie Elena (9) ist sie glücklich, wenn sie mit ihrer Familie zusammen sein kann. Für Clara steht die gemeinsam verbrachte Zeit mit ihren Freunden hoch im Kurs. „Auch wenn es mal Streit gibt, kann man sich mit ihnen zum Glück immer wieder vertragen“, meint die Neunjährige. Neben Sonnenschein und bunten Blumen tragen auch Haustiere sehr zur Zufriedenheit der Kinder bei. Luca hat am meisten Spaß, wenn er Fußball spielen kann. Malen mag er nicht so gerne, doch schon bald will er die Wand um ein entsprechendes Foto ergänzen.

David (9) denkt mit seinem Bild, auf das er auch den Hort gemalt hat, gleich einen Schritt weiter: „Ich finde, jeder Mensch sollte glücklich sein. Allen, denen es schlechter geht, muss man helfen.“ Auffällig ist, dass nur ein einziges Mal „materielles Glück“ unter den Beiträgen der Kinder zu finden ist. „Ich esse für mein Leben gerne Eis – am liebsten Erdbeere oder Schokolade“, gibt Jette zu.

„Es war schön und lehrreich zugleich, die vielen kleinen Gespräche mit den Kindern zu führen. Außerdem gab es viele Rückmeldungen von Kollegen, die sich darüber freuten, immer wieder etwas Neues zu entdecken“, sagt Welker glücklich.

Die „Glückswand“ beschreibt die Erzieherin keineswegs als reines Spaßprojekt. Das Projekt soll vielmehr als Auftakt für eine Reihe weiterer Aktionen zur Stärkung der seelischen Widerstandskraft der Kinder und einer positiven Wahrnehmung der Dinge sein.


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