Ausgeschrieben vom Pianohaus Kemp Sebastian Feller gewinnt Klavierwettbewerb

Von Jan Kampmeier

Freut sich auf das Konzert: Sebastian Feller zusammen mit der Jury. Foto: Elvira PartonFreut sich auf das Konzert: Sebastian Feller zusammen mit der Jury. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Sebastian Feller gewinnt einen Klavierwettbewerb im Pianohaus Kemp. Als Preis erhält er freien Eintritt zum Konzert der Showpianisten David & Götz und eine Gratis Unterrichtsstunde bei dem Erfolgsduo.

Osnabrück. Ziemlich spontan sind Osnabrücks Klavierschüler. Das gilt jedenfalls für die sieben Teilnehmer eines kleinen Wettbewerbs, der am Samstag im Pianohaus Kemp stattfand und erst gut eine Woche vorher ausgeschrieben wurde. Mitmachen durften Klavierschüler zwischen elf und 16 Jahren, der Gewinner erhält freien Eintritt zum Konzert von David & Götz am 27. April im Kongresssaal der Osnabrückhalle und am selben Tag eine Klavierstunde bei den beiden „Showpianisten“.

Darüber darf sich der 15-jährige Sebastian Feller aus Hasbergen freuen, der die Jury im Pianohaus Kemp mit dem Vortrag einer Ballade von Frédéric Chopin überzeugte. Der junge Pianist, der zurzeit von Hee Jung Kim und Peter Florian unterrichtet wird, war mit diesem Stück schon bei Jugend musiziert erfolgreich , hatte mit der kurzen Vorbereitungszeit kein Problem. Auf dem zweiten Platz landete der mit elf Jahren jüngste Teilnehmer Benedikt Sachs mit einem Stück von Benjamin Britten. Alle Teilnehmer erhalten als Preis Notengutscheine.

Für die Jury war die Bewertung sicher nicht ganz einfach, denn während einige Teilnehmer erst seit einem Jahr Klavier spielen, haben andere schon seit neun Jahren Unterricht. Dennoch waren sich die drei Juroren offenbar einig: „Wir waren extrem nah beieinander in der Bewertung“, verrät Joachim Raffel. Claudia Kayser-Kadereit nennt die vier Bewertungskriterien: Spieltechnik und Anschlag, Gestaltung und Interpretation, Schwierigkeitsgrad und Selbsteinschätzung sowie Präsentation und Atmosphäre. Zum dritten Punkt, Schwierigkeit und Selbsteinschätzung, erklärt Claudia Kayser-Kadereit, wichtig sei auch, Stücke zu wählen, die den eigenen Fähigkeiten entsprechen. Einige Teilnehmer hätten zu schwere Stücke gewählt, die sie technisch noch nicht gut genug beherrschten.

Die dritte Jurorin ist Corinna Hochheim, Geschäftsführerin beim Pianohaus Kemp. Sie betont, nicht nur klassische Stücke seien zugelassen, auch Jazz und Pop durften die Kandidaten vortragen. „Eine Teilnehmerin hat auch eine Improvisation über ein geistliches Lied gespielt.“ Schließlich spielen die Showpianisten David & Götz auch alles. „Sie sind ja bekannt für ihre Vielseitigkeit und präsentieren alles auf unterhaltsame Art.“

Begrenzt war der Auftritt nur zeitlich: Maximal zehn Minuten hatte jeder Teilnehmer, um die Jury zu überzeugen. Im Vorfeld durften sich alle zwischen einem Steinway- und einem Bechstein-Flügel entscheiden. Sebastian Feller wählte den Steinway. „Im Nachhinein habe ich das aber bereut, der hat einen so schweren Anschlag.“ Der junge Pianist ist gespannt auf seinen Gewinn. „Im Konzert habe ich David & Götz noch nicht erlebt, bisher kenne ich sie nur aus dem Internet.“


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