Mietpreise: WGs deutlich günstiger Osnabrücker Studenten zahlen 8,90 Euro pro Quadratmeter

Wohin ziehen? WGs sind bis zu 34 Prozent günstiger als Single-Appartments, wie immowelt.de ermittelt hat. Foto: ImagoWohin ziehen? WGs sind bis zu 34 Prozent günstiger als Single-Appartments, wie immowelt.de ermittelt hat. Foto: Imago

Osnabrück. Wer in Osnabrück studieren und in einer eigenen Wohnung leben möchte, zahlt derzeit 8,90 Euro Miete pro Quadratmeter. Das Leben in einer WG ist da deutlich günstiger: Bei einem Preis von 7,20 Euro pro Quadratmeter für WG-geeignete Wohnungen sparen Osnabrücker Studenten immerhin 19 Prozent. Das ergab eine Mietpreisanalyse des Immobilienportals immowelt.de.

Für den „Mietpreis-Check Unistädte“ untersuchte immowelt.de die Mietpreise aller deutschen Universitätsstädte mit mehr als 20.000 Studierenden – allerdings nur auf Basis der Wohnungen, die auf der Plattform selbst angeboten wurden. Wohnungen, die über Schwarze Bretter, Zeitungsannoncen, den AStA oder andere Portale vermittelt wurden, fanden demnach keine Berücksichtigung. Verglichen wurden die Kaltmieten von Single-Wohnungen mit bis zu 40 Quadratmeter Wohnfläche und WG-Wohnungen mit einer Fläche von 80 bis 120 Quadratmetern.

Münster in der Region am teuersten

In Münster sind für eine Single-Wohnung 10,60 Euro pro Quadratmeter üblich, ein WG-Zimmer kostet im Schnitt 9,10 Euro, das sind 14 Prozent weniger. Bielefeld ist da nicht nur insgesamt deutlich günstiger, auch die Ersparnis in einer WG ist größer: Hier liegt der Quadratmeterpreis einer Einzelwohnung bei acht Euro, während eine WG mit 6,20 Euro 23 Prozent preiswerter ist. Bremen liegt mit 9,20 Euro für Single-und 7,40 Euro für WG-Wohnungen (20 Prozent Ersparnis) preislich zwischen Osnabrück und Münster. Oldenburg taucht mit seinen „nur“ 12.000 Studenten nicht in der Erhebung auf.

Spitzenreiter im Bundesvergleich ist bei den Mieten für Singlewohnungen München, wie immowelt.de am Mittwoch mitteilte: Hier zahlen Studenten durchschnittlich von 17,40 Euro – pro Quadratmeter, wohlgemerkt. Stuttgart ist mit 15,10 Euro die zweitteuerste Stadt, gefolgt von Frankfurt (14,30 Euro) und Tübingen (13,40 Euro). Wer dagegen bereit ist, seine Küche mit einem oder mehreren Kommilitonen zu teilen, kann sparen: WG-taugliche Bleiben sind in der Hälfte der untersuchten Städte für acht Euro pro Quadratmeter und weniger zu haben. Am günstigsten lebt es sich demnach in Halle (5,80 Euro).

Größere Unterschiede in kleineren Städten

Vor allem in den kleineren Städten mache die Wahl der Wohnform viel aus, teilte immowelt.de mit. Studenten, die beispielsweise an einer der neun Karlsruher Hochschulen eingeschrieben sind, müssen demnach für eine Singlewohnung im Durchschnitt 13,40 Euro pro Quadratmeter zahlen. Wer eine Wohnung mit 80 bis 120 Quadratmeter mietet und mit einem oder zwei Kommilitonen zusammenzieht, zahlt dagegen nur 8,80 Euro pro Quadratmeter. Diese Ersparnis von 34 Prozent gibt es auch in Erlangen: Dort sind WG-taugliche Wohnungen für 8,70 Euro zu haben, Singlewohnungen kosten dagegen 13,20 Euro pro Quadratmeter.

Grund für diese hohen Spannen, die bis zu 4,60 Euro pro Quadratmeter ausmachen: „In Unistädten mit einer hohen Studentendichte ist die Nachfrage nach kleinen Wohnungen im Verhältnis zum Angebot hoch“, erklärt Immowelt-Vorstand Carsten Schlabritz. Während die Zahl der Einschreibungen ständig steige, werde vielerorts aber nicht genug gebaut. Schlabritz zufolge sind Single-Appartements inzwischen in fast einem Viertel der 39 untersuchten Städte regelrecht „zum Luxus geworden“: Die Mieten liegen dort bei mehr als zwölf Euro pro Quadratmeter.

Einsparpotenzial bietet dem Mietpreis-Check zufolge aber nicht nur die Entscheidung für eine Wohngemeinschaft, sondern auch die Wahl des Studienortes. So sei es in manchen Hochschulstädten durchaus noch erschwinglich, in einer eigenen Wohnung zu leben: Am günstigen ist es in Bochum, wo die eigene Bude im Durchschnitt für 6,30 Euro pro Quadratmeter zu haben ist. In Leipzig wohnt es sich mit 6,90 Euro ebenfalls nicht besonders teuer.


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