Junge Leute ansprechen Neuer Schub für Osnabrücker Friedensgespräche

Von Nadine Grunewald

Wie sie sich die Zukunft der Friedensgespräche vorstellen, erzählten Roland Czada (von links, stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates des Osnabrücker Friedensgespräche), Martina Blasberg-Kuhnke (Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates des Osnabrücker Friedensgespräche), Claus Rollinger (Stiftungsvorstand Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur), Stephan Rolfes (Vorstand Verkehr und Hafen der Stadtwerke), Wolfgang Lücke (Präsident der Universität) und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Foto: Thomas OsterfeldWie sie sich die Zukunft der Friedensgespräche vorstellen, erzählten Roland Czada (von links, stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates des Osnabrücker Friedensgespräche), Martina Blasberg-Kuhnke (Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates des Osnabrücker Friedensgespräche), Claus Rollinger (Stiftungsvorstand Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur), Stephan Rolfes (Vorstand Verkehr und Hafen der Stadtwerke), Wolfgang Lücke (Präsident der Universität) und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Die Osnabrücker Friedensgespräche sollen neuen Schub bekommen. Dazu wollen die Universität und die Stadt Osnabrück Themen setzen, die vermehrt junge Menschen ansprechen. Das sei bislang noch nicht so gut gelungen, erklärten die Veranstalter.

„Wir sind immer in der Entwicklung und suchen neue Formen. Wir wollen die Friedensgespräche aber nicht neu erfinden“, betonte die Vorsitzende des Wissenschaftlichen Rates der Osnabrücker Friedensgespräche Martina Blasberg-Kuhnke bei einem Pressegespräch. Denn das Format der Osnabrücker Friedensgespräche, das sich seit 1986 entwickelt, müsse erkennbar bleiben.

Angesprochen werden sollen jüngere Leute zum Beispiel mit dem Thema Cybermobbing.

Politik und Musik

Außerdem wird die Zusammenarbeit mit dem Theater Osnabrück weitergeführt. Am Sonntag, 11. Mai, wird das Zusammenspiel zwischen Politik und Musik in Form eines Musiktheaters aufgegriffen. Während es sich dabei um ein klassisches Friedensgespräch in Form einer Diskussion handelt, wird es im Oktober richtig musikalisch. Mit „Musica pro pace 2014“ gibt es dann ein Konzert zum Osnabrücker Friedenstag.

Die Friedensgespräche hätten für Osnabrück einen großen Stellenwert, betonte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU). Auch weil „die Friedenskultur die Kernmarke der Stadt“ sei. Jetzt soll die kommende Generation mit dem Friedensgedanken infiziert werden.

Finanziell unterstützt werden die gemeinsam von der Stadt und der Universität getragenen Friedensgespräche von der Sievert Stiftung und den Stadtwerken Osnabrück. „Die Gespräche sind ein ganz wesentlicher Baustein, und es ist wichtig, dass sie regelmäßig stattfinden“, so Stiftungsvorstand Claus Rollinger.


Die Termine für die Friedensgespräche:

Dienstag, 25. März, 19 Uhr, Aula der Universität, Schloss: Soldat sein, heute. Einstellungen, Motivation und Selbstverständnis bei der Bundeswehr; Sonntag, 11. Mai, 19 Uhr, Theater Osnabrück, Großes Haus: Musiktheater als politische Bühne?; Donnerstag, 12. Juni, 19 Uhr, Aula der Universität, Schloss: Die Türkei zwischen Europäischer Union und Mittlerem Osten; Freitag, 3. Oktober, 11 Uhr, Rathaus: Europa sieht Deutschland: Nach dem großen Wandel – Europas Zukunft und deutsche Aufgaben; Dienstag, 21. Oktober, 19 Uhr, Kongress-Saal der Osnabrückhall: Die Toleranzfähigkeit der Religionen; voraussichtlich Donnerstag, 27. November, 19 Uhr, Aula der Universität, Schloss: Persönliche Freiheit und Sicherheit im Internet; Sonntag, 19. Oktober, 11 Uhr, und Montag, 20. Oktober, 20 Uhr, Osnabrückhalle: Musica pro pace 2014 – Konzert zum Osnabrücker Friedenstag.