Hochschule Osnabrück Osnabrücker Designstudenten stellen Erfindungen vor

Die „Tubtracker-Ente“ meldet sich, wenn die Wanne voll ist. Die Studentinnen Arina Abromand (links) und Merve Göc präsentierten ihre Erfindung. Foto: Hermann PentermannDie „Tubtracker-Ente“ meldet sich, wenn die Wanne voll ist. Die Studentinnen Arina Abromand (links) und Merve Göc präsentierten ihre Erfindung. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Die Erfindungen reichten von Quietscheenten, die den Wasserstand melden bis hin zu einem Fahrrad-Navi, das ohne optische und akustische Reize funktioniert: Auf dem Hochschul-Campus am Westerberg zeigten Studierende des Fachs „Media & Interaction Design“ einen Tag lang, was sie erarbeitet haben.

Die Ente muss rein! Anders als im Sketch von Loriot um zwei Herren im Bad ist das gelbe Plastiktier bei der Arbeit von Merve Göc, Amina Abromand und Dunja-Magdalena Grieger unentbehrlich. Denn in der Ente steckt Technik drin, die das Leben erleichtern soll. „Tubtracker“ haben die drei Studentinnen ihre Erfindung getauft. Sie meldet Menschen, die ein Bad nehmen möchten, wann die Wanne voll ist.

Außerdem hilft die Ente zu bestimmen, wie voll die Wanne werden soll. „Dazu halten Sie das Tier in die Höhe des gewünschten Wasserstands“, sagt Göc und demonstriert das in der Wanne. Amina Abromand hat inzwischen die dazugehörende App auf ihrem Smartphone aktiviert. Schritt für Schritt gibt diese mit Bildern vor, was zu tun ist: Sie zeigt eine Wanne an, in der senkrecht ein roter Strich zu sehen ist. Göc deutet mit dem Tier die gewünschte Wasserhöhe an, Abromand tippt auf dem Display auf „OK“. Nun noch das Wasser aufdrehen und die Ente auf den Wannenboden setzen. Sobald sie in gewünschter Höhe auf dem Wasser schwimmt, fängt das Smartphone an zu schnattern. Der Badespaß kann beginnen – und die Frage, ob die Ente drinbleiben darf, ist wieder offen.

Dieses Projekt veranschaulicht, was Studierende des Fachs „Media & Interaction Design“ lernen. Der Studiengang startete im Herbst 2011. Dabei lernen die Studenten, die Oberflächen von technischen Anwendungen, etwa Internetseiten oder Apps, so zu gestalten, dass sie leicht zu handhaben sind. Dazu befassen sich die Studierenden mit Grundfragen der Gestaltung, mit Technik und Informatik.

Die angehenden Designer lernen am Computer, in Zeichenkursen, im Anwendungslabor, in Werkstätten für Technik, Holz und Stoff. Außerdem führen sie Studien durch.

Die vielfältigen Einsatzorte ihrer Anwendungen zeigen die 60 Exponate der Ausstellung, die Studenten des ersten und dritten Semesters erarbeitet haben. Einige dieser Arbeiten werden beim European Media Art Festival Ende April in der Stadt ausgestellt.

Denn auch andere Studenten waren kreativ: Ein Navigationsgerät, das Fahrradfahrer ohne jegliche optische und akustische Reize durch den Verkehr lenkt, haben Moritz Theiselmann und David Hörst mit „Velove“ entwickelt. Über ihr Smartphone rufen die Nutzer einen Routenplaner auf. Die jeweilige Richtung, die sie einschlagen müssen, wird ihnen während der Fahrt per Vibration im Fahrradlenker übermittelt.


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