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Begegnungen der besonderen Art Volkshochschulteam dreht Doku über das „Drehkreuz Osnabrück“

Sie filmten das „Drehkreuz Osnabrück“: Heinz-Ulrich Bardelmeier (links) und Peter Marchal. Foto: Archiv/VolkshochschuleSie filmten das „Drehkreuz Osnabrück“: Heinz-Ulrich Bardelmeier (links) und Peter Marchal. Foto: Archiv/Volkshochschule

pm Osnabrück. Die Hasestadt schmückt sich gerne mit dem Zusatz „Friedensstadt“. Medienwissenschaftler Dr. Peter Marchal wollte seiner Heimatstadt aber eine ganz andere Facette abgewinnen. Deshalb heißt sein Film „Drehkreuz Osnabrück“. Das Besondere an der Projektwerkstatt: Laien können mitmachen und werden an die Arbeit mit professioneller Technik herangeführt.

Am 8. Oktober wird sich das Team erstmalig treffen. Dann beginnt das mittlerweile zehnte Filmprojekt, das Marchal im Rahmen der Kooperation von Volkshochschule und Medienzentrum Osnabrück (e-movie) realisiert. In der Vergangenheit beschäftigten sich die Filmer zum Beispiel mit der Düte oder dem Klosterleben. In zwei Fällen war auch das Oberzentrum der Region Thema: In „Eine Meile Osnabrück“ wurden Alltagsszenen im Rahmen eines Stadtspaziergangs eingefangen. In „Osnabrücker Regenbogen“ beschäftigten sich die Filmer hingegen mit der ersten Generation der damals so bezeichneten Gastarbeiter, die hier eine neue Heimat gefunden haben.

„Ich beschäftige mich seit Langem mit der Stadt und wollte neue Akzente setzen“, sagt Marchal. Daraus entwickelte sich das aktuelle Projekt. Für den Dozenten ist das Drehkreuz ein Symbol für alles, „was sich begegnet oder kreuzt“. Was bedeutet das also für Osnabrück? Das sind alte Handelswege, Eisenbahnen, Konfessionen oder Wasserstraßen. Begegnungen der besonderen Art ermöglicht aber auch der Austausch von Städtebotschaftern.

Die Teilnehmer lernen den Umgang mit Kamera, Mikrofon und Schnittplatz, allerdings nicht trocken in der Theorie, sondern sofort durch „Learning by Doing“, betont Marchal. Das kann Karl-Heinz Bardelmeier bestätigen. Der Hasberger war vor einigen Jahren auf e-movie aufmerksam geworden und beteiligte sich bereits an drei Filmen, darunter einen über den Hüggel. Darüber hinaus reizt Bardelmeier, dass er das Gelernte auch für eigene Filme einsetzen kann. Neben der Medientechnik geht es um Inhalte und Gestaltung. Marchal hofft auf viele Interessen und Fähigkeiten, die die Mitglieder des Teams einbringen können, zum Beispiel Ortskenntnisse, historisches Wissen oder musikalisches Können: Beim letzten Film von e-movie („Die Düte. Ein Flussporträt“) konnte das Team auf einen Mitarbeiter zählen, der die Filmmusik komponierte.

Information und Anmeldung bei der VHS Osnabrück unter 0541/323-2285 und im Internet unter www.vhs-os.de.


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