Müsli-Mischer besuchen „Fruchtoase“ Osnabrücker Gymnasiasten und Montessori-Schüler kooperieren

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Geschäftsbesuch: Mitarbeiter der Schülerfirma „Fruchtoase“ des Stauffenberg-Gymnasiums servieren Snacks für ihre Müsliproduzenten von der Montessorischule. Foto: Jörn MartensGeschäftsbesuch: Mitarbeiter der Schülerfirma „Fruchtoase“ des Stauffenberg-Gymnasiums servieren Snacks für ihre Müsliproduzenten von der Montessorischule. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Zu einem Geschäftsbesuch der besonderen Art ist es jetzt am Graf-Stauffenberg-Gymnasium (GSG) gekommen: Vertreter der Schülerfirmen „Manufakt“ von der Montessori-Schule und der „Fruchtoase“ des GSG trafen sich zum Frühstück und – ganz nebenbei – zur Kontaktpflege.

„Wir haben ein Geschenk mitgebracht: Müsli. Und danke für die Einladung“, sagt Ilja von „Manufakt“, bevor es ans Essenfassen geht. Das passt, denn die „Fruchtoase“ verkauft in den Pausen gesunde Snacks an Schüler und Lehrer – unter anderem Müsli aus Herstellung von „Manufakt“. Das Angebot wird offensichtlich sehr gut angenommen: Zu Beginn der Pause bildet sich sofort eine beachtliche Schlange vor dem Verkaufsstand.

Lehrerin Angelika Grospitsch beaufsichtigt die Arbeit in der „Fruchtoase“. 55 Schüler der Jahrgänge 7 bis 12 arbeiten dort ehrenamtlich in Geschäftsleitung, Personalabteilung, Finanzabteilung, Service und Schulung. Dabei lege man nicht nur Wert auf frisches, gesundes Essen, sondern auch auf Nachhaltigkeit, sagt Grospitsch. Fair gehandelte und regionale Produkte sind im Angebot, Wegwerfgeschirr sucht man vergebens: Alles ist wiederverwendbar; der ansonsten unvermeidbare Schwund wird per Pfandsystem minimiert.

Das selbstständige Arbeiten ist eine Herausforderung, die von engagierten Schülern seit 2004 gemeistert wird, und zwar zusätzlich zum Unterricht. Demgegenüber haben die Montessori-Schüler einen gewissen Vorteil: Bei ihnen zählt die Arbeit bei „Manufakt“ und dem dazugehörigen „Café Knusper“ zur Unterrichtszeit.

Neben verschiedenen Aufgaben wie dem Mahlen von Nüssen und dem Mischen des Müsli werde beispielsweise auch das Verhalten im Café geübt, sagt Sabine Ehlke, Konrektorin der Förderschule. Die Zusammenarbeit kam durch privaten Kontakt zu Angelika Grospitsch zustande, aber wer sich für die Anbahnung ähnlicher Kooperationen interessiert, ist nicht auf Zufall und „Vitamin B“ angewiesen: Ein Landkreistreffen der verschiedenen Schülerfirmen findet regelmäßig statt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN