Herderstraße Das tut sich in Osnabrück: Nachmieter für China-Lokal gesucht

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Osnabrück. Seit mehr als einem Jahr steht es leer, ein Nachmieter ist nicht in Sicht: Das chinesische Restaurant Lotus an der Herderstraße im Osnabrücker Stadtteil Wüste schloss, weil die Gäste ausblieben. Eine Maklerin bietet die Räume zur Miete an – bisher ohne Erfolg. Dabei brummt der Italiener im Souterrain des Hauses wie eh und je.

Das könnte rein

Rote Säulen, spitz zulaufende Fensterrahmen, rot-weiß-gekachelter Fußboden, goldene Verzierungen an den Wänden: Die zur Vermietung stehenden Räume an der Herderstraße sind im typischen Stil chinesischer Restaurants gehalten. Idealerweise würde wieder ein asiatisches Lokal die Räume beziehen, sagt Immobilienmaklerin Simone Vennemann. Ausstattung und Dekoration dürften von Pächtern jedoch auch verändert werden.

Das tut sich in Osnabrück_NEU


Vennemann bietet das Erdgeschoss-Lokal zur Vermietung als Gewerbe-, Gastronomie- oder Hotelfläche an. Es geht um einen Gastraum von 135 Quadratmetern. Insgesamt hat das Restaurant eine Fläche von 180 Quadratmetern. 1400 Euro Pacht fallen dafür monatlich an – zusätzlich 500 Euro für die Nebenkosten.

Seit mehr als einem Jahr steht das Ladenlokal inzwischen leer. „Mein Eindruck ist, dass momentan eher kleine Imbisse, Restaurants und Cafés öffnen. Eine so große Restaurantfläche zu vermieten, ist nicht ganz einfach“, sagt die Maklerin. Dass es mit „La Taverna“ im Souterrain des Hauses seit langem ein brummendes italienisches Restaurant gibt, konnte bisher offenbar keinen potenziellen Pächter überzeugen. Gäste, die dort keinen Tisch bekommen, würden durchaus auf ein neues Restaurant im Erdgeschoss ausweichen, glaubt Vennemann.

Das war drin

Das chinesische Restaurant an der Herderstraße war eigentlich aus der Wüste nicht wegzudenken – bis es schloss. Jahrzehntelang gab es hier Frühlingsrollen, krosse Spieße und Ente süß-sauer. Vor drei Jahren übernahm Chen Bong Chow das Restaurant. Nach nur zwei Jahren musste er aufgeben. „Es kamen einfach zu wenig Gäste“, sagt er heute. „Die jungen Leute essen nicht mehr so gern klassisch chinesisch. Die älteren gehen nicht oft genug aus.“ Generell gebe es eher eine Übersättigung denn einen Mangel an chinesischen Lokalen in Osnabrück. Auch an Laufkundschaft habe es an der Ecke zur Martinistraße gefehlt.

Mit neuem Konzept in neuer Lage betreibt Chen Bong Chow nun das japanische Restaurant „Miso“ am Niedersachsenhof. Hier hat er nach eigener Aussage die Vorlieben junger Osnabrücker im Blick. „Japanische Restaurants waren in der Stadt bisher eine Nische“, sagt er. Die wolle er nun füllen.

Haben Sie leer stehende Ladenflächen beobachtet? Oder neue Geschäfte? Über Ihre Hinweise freuen wir uns an info@noz.de .


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