Ausgeschwärmt, Teil 5 Osnabrücker sorgt in der Automobilwelt für Furore

Sein Ding sind hochwertige Elektroautos: Jens Pölling-Vocke, Marketing-Chef bei Rimac. Foto: privatSein Ding sind hochwertige Elektroautos: Jens Pölling-Vocke, Marketing-Chef bei Rimac. Foto: privat

Osnabrück/London. Mit dem Herzen ist Jens Pölling-Vocke immer noch ein bisschen in Osnabrück: „Ich bin heimatverbunden, meine besten Freunde leben im Osnabrücker Umland“, sagt der 31-Jährige, der seit 2011 mit seiner Frau in London wohnt. Was ihn nach dem Studium in Osnabrück und einem Job bei Danone in Frankfurt dorthin zog, sorgt seit einigen Jahren in der Automobilwelt für Furore: Tesla.

Für den US-Hersteller von Elektro-Sportwagen organisierte Pölling-Vocke den Vertrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bis er auf einer Präsentation Mate Rimac kennenlernte. Der kroatische Unternehmer und Rennsport-Fan war gerade dabei, sein mit 1088 PS raketenhaft beschleunigendes E-Modell „Concept One“ auf die europäischen Straßen zu schicken, und erblickte in dem jungen, für umweltfreundliche Mobilität brennenden Deutschen den Richtigen für den Posten des Marketing-Chefs. Warum wechselt man von einem weltberühmten, kommerziell erfolgreichen E-Mobil-Pionier zu einem kleinen, unbekannten Herausforderer? „Es ist ein besonders charismatisches Produkt, und die Chance, etwas Neues mit aufzubauen, hat mich gereizt“, sagt Pölling-Vocke.

70 bis 80 Prozent seiner Zeit ist er nun in Europa auf Achse, besucht Investorentreffen, organisiert Präsentationen, verhandelt. Rimac Automobili mit Sitz in Zagreb entwickelt Bauteile und ganze Fahrzeuge auch für Dritte, darunter den „Volar E“ für das spanische Unternehmen Applus+Idiada. Zuletzt half Pölling-Vocke, die Rimac-Elektro-Zweiradmarke „Greyp“ auf den Markt zu bringen. Trotz seiner Weltläufigkeit kann er sich vorstellen, eines Tages nach Deutschland zurückzukehren.

Alle Teile der Serie „Ausgeschwärmt“ unter www.noz.de/ausgeschwaermt


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