Ein Bild von Michael Schwager
04.03.2014, 18:39 Uhr

Tödlicher Rad-Unfall beweist: Spiegel reichen nicht

Ein Kommentar von Michael Schwager


Unfall mit Fahrrad und Lkw. Symbolfoto: NordwestmediaUnfall mit Fahrrad und Lkw. Symbolfoto: Nordwestmedia

Osnabrück. Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenverkehr haben schon vor Jahren gezeigt: Zusätzliche Spiegel oder Kameras am Lkw, die den Toten Winkel für den Fahrer verkleinern, bringen wenig.

Denn ein Fahrer ist überfordert, im Moment des Abbiegens alles im Blick zu behalten. Dennoch bauen Städte wie Osnabrück oder Münster die relativ wirkungslosen Spiegel an gefährlichen Kreuzungen an. Selbst die „Fahrradhauptstadt“ will das Produkt erst einmal testen. Der überflüssige Beweis, dass der Spiegel nicht reicht, hat ein Radfahrer in Osnabrück erneut mit dem Leben bezahlt – traurig und bitter zugleich.

Denn es gibt eine viel wirkungsvollere elektronische Lösung für das Problem. Diese Technik warnt den Lkw-Fahrer akustisch vor Radlern im toten Winkel. Lkw-Hersteller wurden schon 2007 und 2009 für ihre Entwicklungen in dieser Richtung ausgezeichnet. Serienmäßig wird die Technik aber bis heute nicht eingebaut oder nachgerüstet. Der Bundesverkehrsminister, der das Problem seit langem kennt, muss endlich ein Gesetz vorlegen.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN