Für alle Fragen rund ums Kind Familienhebamme im Lukas-Familienzentrum Osnabrück

Familienhebamme Manuela Kastens mit Jannik, Mutter Stefanie Detmer und Marinne Fährmann im Lukas-Familienzentrum in Osnabrück. Foto: Michael GründelFamilienhebamme Manuela Kastens mit Jannik, Mutter Stefanie Detmer und Marinne Fährmann im Lukas-Familienzentrum in Osnabrück. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Seit dem vergangenen Herbst ist Familienhebamme Manuela Kastens an jedem dritten Dienstag im Monat im Lukas-Familienzentrum an der Osnabrücker Franz-Hecker-Straße ansprechbar. Das Familienzentrum wurde 2008 gegründet und konnte seine Arbeit durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte von insgesamt 21000 Euro ausbauen.

Viele Fragen der Eltern würden bereits bei den normalen Hausbesuchen der Hebammen nach der Geburt beantwortet. Das Angebot von Familienhebamme Manuela Kastens im Familienzentrum setzt allerdings vor allem dort an, wo die von den Krankenkassen finanzierte Hebammenhilfe abgelaufen ist. Auch dann ergäben sich häufig noch Fragen, bei denen Eltern professionelle Unterstützung gebrauchen können.

Die Expertin nennt einige Beispiele: Einschlafrituale, die Schlafsituation für Eltern und Säugling, Zufüttern am Ende der Stillzeit, die richtige Trageweise für das Kind, die kindersichere Einrichtung der Wohnung oder die Zusammenstellung einer Hausapotheke. Fragen ergäben sich nicht nur beim ersten Kind. Gerade wenn bereits ältere Geschwister da sind, entstünden gelegentlich Probleme der Älteren mit dem neuen Familienmitglied. Plötzlich machten die Großen, die eigentlich schon nicht mehr auf Windeln angewiesen sind, wieder in die Hose. Bei all diesen Fragestellungen kann die Familienhebamme Eltern Sicherheit geben.

An sich wird die Unterstützung durch eine Familienhebamme im Einzelfall von den Kommunen geregelt. Diese Individualbetreuung findet so im Lukas Familienzentrum allerdings zunächst einmal nicht statt. Hier kommt Hebamme Kastens einmal im Monat zum Familienfrühstück und steht in lockeren Atmosphäre als Gesprächspartnerin zur Verfügung. „Das ist ein Vorteil, weil ich in eine etablierte Einrichtung hineinkomme, weil hier die Frauen, die ich ansprechen möchte, ohnehin schon da sind.“ Aus den lockeren Gesprächen ergäben sich gelegentlich weitergehende Hilfestellungen. Ein Beispiel hat Marianne Fährmann, Leiterin der Lukas-Kita und des Familienzentrums: „Die Selbsthilfegruppe ,Krise nach der Geburt‘ hat auch schon die Unterstützung von Manuela Kastens in Anspruch genommen.“

Das Lukas-Familienzentrum wurde 2008 gegründet und konnte seine Arbeit wesentlich durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte von insgesamt 21000 Euro ausbauen. Die Arbeit der Familienhebamme geschehe innerhalb des Gesamtkonzepts des Lukas-Familienzentrums, sagt Pastorin Julia Telscher-Bultmann, die in der Südstadtkirchengemeinde für die Familienarbeit zuständig ist: „Eltern mit Kindern gehen in der Krippe, der Kindertagesstätte, beim Eltern-Kind-Frühstück und dem Lukas-Cafe ein und aus. Zudem bieten ihnen die Bücherei des Familienzentrums, die Lesewelt, Kurse, Workshops und weitere Beratungsangebote die Möglichkeit, Neues zu entdecken, Unbekanntes auszuprobieren und vor allem Kontakte zu vertiefen.“


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