Termingerecht vollendet Richtfest im Osnabrücker Bibliotheks-Rohbau

Der Neubau des Bibliotheksgebäudes auf dem Hochschulcampus liegt voll im Zeitplan. Jetzt wurde Richtfest gefeiert. Foto: Michael GründelDer Neubau des Bibliotheksgebäudes auf dem Hochschulcampus liegt voll im Zeitplan. Jetzt wurde Richtfest gefeiert. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Rund 30 Millionen Euro investiert das Land Niedersachsen in den Neubau des Bibliotheksgebäudes auf dem Hochschulcampus an der Sedanstraße. Die Fertigstellung des im Juli 2013 begonnenen Bauprojektes ist für den Sommer 2015 geplant, derzeit verläuft alles nach Plan: Von einem „termingerecht vollendeten Rohbau“ sprach Cristina von Pozniak-Bierschenk vom staatlichen Baumanagement Osnabrück-Emsland anlässlich des Richtfestes. Niedersachsens Bildungsministerin Gabriele Heinen-Kljajic lobte das neue Bibliotheksgebäude als Manifestation guter Kooperationskultur von Universität und Hochschule.

Wo ab Sommer 2015 hunderttausende Bände wissenschaftlicher Literatur sowie 750 Einzel- und Gruppenarbeitsplätze untergebracht werden sollen, dominiert derzeit noch der Beton: Rund 11600 Kubikmeter davon waren nötig, um dem Rohbau seine derzeitige Form zu geben, insgesamt wird das vierstöckige Gebäude eine Nutzungsfläche von 4800 Quadratmetern haben.

Der Neubau sei dringend nötig, die alten Bibliotheksstandorte ausgeschöpft, erklärte von Pozniak-Bierschenk auf dem Richtfest. Der Bau des Gebäudes, in dem die Zentralbibliothek der Hochschule sowie die Bereichsbibliothek Naturwissenschaften der Uni Platz finden sollen, sei zugleich als wichtige städtebauliche Entscheidung zu verstehen: „Der Hochschulcampus bekommt damit ein Gesicht“, so von Pozniak-Bierschenk.

Heinen-Kljajic nannte den Bibliotheksneubau ein „Erfolgsprojekt“, die Investitionen seien gut angelegt. Die rasche Fertigstellung des Rohbaus sei Resultat des guten Willens, der an den in involvierten Stellen vorgeherrscht habe. Dieser spiegele sich auch in der Zusammenarbeit seiner zukünftigen Nutzer wider: Die Kooperation von Hochschule und Universität für den Wissenschaftsstandort Osnabrück sei beispielhaft, „ sie sind damit Vorbild und Vorreiter in Niedersachsen.“

Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bezeichnete den Bau auf dem Gelände der ehemaligen von-Stein-Kaserne als ein Beispiel für die erfolgreiche Stadtbilderneuerung seit dem Abzug der Briten. „Die neue Bibliothek ist gut für die ihre beiden Nutzer, gut für die Studenten und damit auch gut für die Stadt“, unterstrich Griesert die Bedeutung der beiden Bildungseinrichtungen für die Stadtentwicklung.

Die Vize-Präsidentin der Universität, May-Britt Kallenrode, betonte, dass die Bibliothek wie bisher den Bürgern aus Stadt und Landkreis offen stehen werde und somit einen Beitrag zur Bildungsversorgung in der Region leiste. Wie auch Hochschulpräsident Andreas Bertram wertete sie die Unterstützung des Landes als eine Demonstration des Vertrauens in den Wissenschaftsstandort Osnabrück.


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