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Erster Baustein Osnabrücks neuer Neumarkt: Mitte Juni beginnen die Bauarbeiten für das Hasehaus

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Osnabrück. Es ist der erste Baustein für den neuen Neumarkt: Mitte Juni will der Gronauer Investor Hoff und Partner mit den Bauarbeiten für das Hasehaus beginnen. Dafür muss zunächst der Nachkriegsbau mit dem Café Coppenrath abgerissen werden. Zeitgleich will die Stadt den ersten Teil des Neumarkttunnels zurückbauen.

Das lange Warten auf eine Umgestaltung des Neumarkts soll ein Ende haben. „Ich bin froh, dass sich sichtbar etwas bewegt“, meinte Stadträtin Rita Maria Rzyski, als sie sich mit den Projektverantwortlichen an der künftigen Baustelle traf. Die Vertreterin des Oberbürgermeisters sprach von einem „tollen Entwurf“. Das Büro- und Geschäftshaus sei das Signal, dass am Neumarkt endlich etwas in Bewegung komme.

Mit einem ungewöhnlichen Gebäude hat das Architekturbüros MAS aus Hengelo gemeinsam mit dem Gronauer Investor Industriebau Hoff und Partner vor zwei Jahren den Investorenwettbewerb für die Neugestaltung der markanten Ecke zwischen der Wittekindstraße und dem Kollegienwall gewonnen.

Unregelmäßige Formen, Naturstein und getöntes Glas zeichnen den Baukörper aus, den die Architekten Rob Beerkens und Ingrid Overkamp entworfen haben. Ein wenig windschief steht der siebenstöckige „Haseturm“ in der Hauptsichtachse des Neumarkts. Der markante Knick setzt sich am sogenannten „Hasewall“ fort. So nennen die Bauherren den lang gestreckten Komplex am Kollegienwall, auf dessen fünf Ebenen nun auch noch ein transparent wirkendes Staffelgeschoss platziert werden soll.

Die beiden Gebäudeteile verbindet nicht nur ein gemeinsamer Sockel. In den Luftraum zwischen den oberen Stockwerken, der zunächst frei bleiben sollte, wird jetzt eine gläserne Verbindung gebaut. Andernfalls hätten sich die Büroflächen nicht vermieten lassen, heißt es bei Hoff und Partner.

Im Spätsommer 2014 soll das Hasehaus fertig sein. Hauptmieter wird das Softwareunternehmen LMIS sein, daneben ist Platz für Praxen und Kanzleien. Im Erdgeschoss entsteht ein Restaurant von L’Osteria, das mit dem Blick auf die Hase punkten will. Noch offen ist, ob eine Fußgängerbrücke zum Haseuferweg gebaut wird. Von den vier Luxuswohnungen in den oberen Stockwerken sollen schon zwei verkauft sein.

20 Millionen Euro kalkuliert das Gronauer Unternehmen für die Gesamtinvestition. Beim Bau gibt es ein paar besondere Herausforderungen zu beachten, wie Klaus Rosche, Geschäftsführer von Hoff und Partner, betont. Wegen der Lage direkt an der Hase sollen mächtige Spundwände 15 Meter tief in den Untergrund gerammt werden, damit kein Wasser in die Baugrube läuft. Außerdem muss ein Nachbargebäude abgefangen werden, weil es sonst Schaden nehmen könnte.

Der Umstand, dass die Stadt Osnabrück parallel zum Abbruch des Altbaus einen Teil des Neumarkttunnels demontiert, stellt große Anforderungen an die Baustellenlogistik. Beide Seiten sind aber zuversichtlich, dass die Arbeiten gut koordiniert über die Bühne gehen.


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