Bestsellerautor präsentierte „Noah“ Spannende Lese-Musik-Show mit Sebastian Fitzek



Osnabrück. Autorenlesung mit Live-Soundtrack – auf die Idee muss man erst mal kommen. Mit seinem zehnten Thriller „Noah“ gastierte der Berliner Autor Sebastian Fitzek am Sonntag im Rosenhof und begeisterte seine Fans in der ausverkauften Veranstaltung mit einer spannenden Lese-Musik-Show mit einer weltumfassenden Verschwörung im Mittelpunkt.

Für das akustische Thriller-Feeling sorgte die Band Buffer Underrum der Brüder Karl, Maximilian und Fritz Krings sowie die Musiker Jules Kalmbacher und Phil Rittmannsperger. Die Rosenhof-Bühne als unterirdischer Bahnhof. Während im Hintergrund das Bild eines U-Bahn-Schachts auf der Leinwand erscheint, produzieren vier Musiker an Gitarre, Drums, Keyboard und Synthesizer einen bedrohlichen Underground-Sound, der an das Herannahen einer Bahn erinnert. Thriller-Autor Sebastian Fitzek sitzt dabei an einem kleinen Tisch und entführt das Publikum mit lebendiger Erzählstimme in einen eisigen Berliner Wintertag, an dem ein Mann ohne Gedächtnis namens Noah mit dem kauzigen Obdachlosen Oscar ein Übernachtungsquartier sucht.

Weitere Auszüge thematisierten das Schicksal der jungen Mutter Alicia in den Slums von Manila, ein geheimnisvolles Bild in New York, das in Noah unbestimmte Erinnerungen weckt, oder einen gewissen Adam Altmann, der in einer Berliner U-Bahn nahezu unbemerkt zwei gewalttätige Skinheads erschießt.

Zwischen den erzähltechnisch wie musikalisch spannenden Acts kam Sebastian Fitzek immer wieder auf die weltumfassenden Kernfragen seines Thrillers zurück: „Wie viele Menschen erträgt unser Planet?“ Und: „Wie viel ist zu viel?“

Durch virtuelle Berechnungen oder Publikumsspiele veranschaulichte Fitzek mit Unterstützung von „Bühnen-Arzt“ Fritz Krings seine alarmierenden Zahlen zu Bevölkerungswachstum oder Ressourcenverteilung. So wurde mithilfe einer aufblasbaren Erdkugel eine Zuschauerin ausgewählt, deren Foto live digitalisiert wurde und sich im Laufe der 105-minütigen Musik-Lesung beängstigend schnell vermehrte.


Sebastian Fitzek. „Noah“. Bastei Lübbe Verlag. 558 Seiten. 19,99 Euro.

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