550000 Besucher Maiwoche 2013: Mieses Wetter, gute Stimmung in Osnabrück

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Osnabrück. Regen und zum Teil einstellige Temperaturen animierten in diesem Jahr nicht besonders dazu, die Maiwoche zu besuchen. Dennoch ließen sich viele Stadtfestbesucher die Stimmung nicht verderben. Zumindest blieb der Pfingstsonntag trocken, sodass die Buden und Bühnen dicht umlagert waren.

„Stimmung top, Wetter Flop“: So fasst die Osnabrücker Marketing und Tourismus GmbH (OMT) als Koordinator des Stadtfestes die Maiwoche zusammen. Trotz des XXL-Formats – wegen der Feiertage wurde diesmal an zwölf Tagen gefeiert – sei die traditionelle Marke von 600000 Besuchern nicht geknackt worden. Aufgrund des durchwachsenen Wetters hätten schätzungsweise nur 550000 den Weg auf die Partymeile angetreten.

Schon jetzt beginne die Planung für das kommende Jahr: „Mehr Programm für Kinder und Familien sowie mehr musikalische Highlights muss die Option für die Zukunft sein“, erklärte OMT-Chef Oliver Mix. Man darf wohl auch gespannt sein, welche Lösung sich für den Standtort Herrenteichwall anbietet, der im nächsten Jahr wieder bespielt werden soll.

Wieder sehr ordentlich bespielt wurde die Hasestraße. Da wurde getwistet, was das Zeug hielt: Auf der Bühne an der Lohstraße stand ein Mann im goldenen Anzug am Mikrofon, flankiert von zwei jungen Frauen in Pettycoats, und sang „At the Hop“. Der treibende Rock’n’-Roll-Titel von 1958 sorgte für gute Laune, der Platz vor der Bühne verwandelte sich in eine Tanzfläche. Es war die Kakadu Combo aus Herford, die hier die Twist-Ära wieder belebte: „Ja in Osnabrück, sind die Chicks verrückt“, dichtete Sänger Carlo Dewe spontan und zückte einen Totenkopf-Stab, an dem er sein Mikrofon befestigte: „Let’s Twist“ in der Voodoo-Lounge.

Nicht weit entfernt staunte das Publikum nicht schlecht, als zusätzlich zu den angekündigten Boogie Boys eine weitere Band aufspielte: Mit einem herzlichen Applaus wurde die MoFo Party Band aus den USA begrüßt. „Ich habe die Boogie Boys in ihrer Heimat in Polen kennengelernt und gleich deren aktuelles Album produziert“, erklärte Sänger John Clifton die Zusammenarbeit. So wurde treibender Boogie-Woogie mit zwei Pianos später von dem dynamischen Rock’n’ Roll der MoFo Party Band abgelöst, angeheizt von einem rasanten Gitarristen.

Derweil hatte die Under Cover Crew den Partyabend an der Georgstraße mit einem Song von U2 eröffnet: „(Pride) In the Name of Love“ lockte die Zuschauer vor die Bühne, die in der zweiten Hälfte der Maiwoche für die Tribute-Bands reserviert worden war: Da hatten sich die Songs von Depeche Mode, AC/DC, Bon Jovi und Robbie Williams in die Gehörgänge geschraubt. Jetzt ließ die Under Cover Crew das Publikum mit der Interpretation des Cutting-Crew-Hits „(I Just) Died in Your Arms“ ausflippen.

Geradezu gemütliche Atmosphäre bot das immense Zeltdach am Nikolaiort. Hierhin flüchteten sich viele Besucher, wenn ein Regenschauer den Aufenthalt im Freien ungemütlich machte. Partyhits oder funkige Soulklassiker von der Groovemaschine sorgten für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Zum Magneten vor allem für junge Leute hat sich die Timezone-Bühne hinter L+T entwickelt. Fünf Bands pro Tag und diverse Highlights sorgten für Andrang. Hier spielte die Osnabrücker Band Therapiezentrum beispielsweise ihren ersten Gig seit zwei Jahren. Viele neue Songs, von Sängerin Gianna mit Gästen dargeboten und von großer Lightshow und Pyro-Effekten illuminiert, zeigten die Band von ihrer besten Seite.


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