Lohn für Fleiß und Durchhaltevermögen Abschlusskonzert von Jugend musiziert Osnabrück

Gehörte zu den jüngsten Teilnehmern: Laura Marie Ottmer. Foto: Egmont SeilerGehörte zu den jüngsten Teilnehmern: Laura Marie Ottmer. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. In der Ursukaschule ging am Freitag das erste Abschlusskonzert des 51. Regionalwettbewerbs von Jugend musiziert Osnabrück-Stadt und südlicher Landkreis über die Bühne.

jaka Osnabrück. „The Cat and the Mouse“ ist ein turbulentes Klavierstück von Aaron Copland. Evelyn Eswein spielt es überzeugend und eröffnet damit das erste Abschlusskonzert des 51. Regionalwettbewerbs von Jugend musiziert Osnabrück-Stadt und südlicher Landkreis. Sie gehört schon zu den fortgeschrittenen Teilnehmerinnen, denn solch ein Stück spielt man noch nicht nach ein oder zwei Jahren an den Tasten.

Doch zu den „musikalischen Olympioniken“, die Heide Specht als Vorsitzende des Regionalausschusses begrüßte, gehören auch die jüngeren wie Laura Marie Ottmer, die zum Playback in der relativ neuen Wertung Drum-Set Pop das „Schema 1.9“ von Arjen Oosterhout präsentiert. Sie ist Jahrgang 2005 und gehört dennoch schon zu den „Goldmedaillengewinnern“, die bei diesem Konzert ihre erfolgreichen Wettbewerbsbeiträge vorspielen. Besonders viele Pianisten gehören ebenfalls in diese illustre Riege und lassen das Publikum staunen: Sofia Podluschni mit zwei „Fantastischen Tänzen“ von Schostakowitsch etwa oder Andrea Volk mit dem stürmisch vorgetragenen, virtuosen Fantasie-Impromptu von Chopin. Man muss schon viel Zeit am Klavier verbracht haben, um solche Ergebnisse zu erzielen.

Da haben es die Ensembles schon etwas besser: Formationen aus drei Cellisten, vier Querflöten, ein gemischtes Blechbläsertrio und ein reines Trompetentrio mussten dafür aber außer den individuellen Übungsstunden auch noch das Zusammenspiel koordinieren und gestalten. Das gilt auch für zwei der Geschwister Rees, die als Cellisten schon zu den alten Bekannten bei Jugend musiziert gehören. Ebenso der Pianist Sebastian Feller, der schon zu den weit fortgeschrittenen Schülern gehört und in diesem Jahr eine expressiv gespielte Ballade von Chopin hören ließ.

Bürgermeisterin Birgit Strangmann meinte in ihrem Grußwort, das Institut für Musik der Hochschule könne von Jugend musiziert profitieren. Möglich wär’s, denn Leistungen wie diese haben wohl bereits jetzt Studienreife, und bei jüngeren Teilnehmern wie Eduard Neufeld mit Mozarts Fantasie in d-Moll scheint das, wenn er dabei bleibt, auch nur noch eine Frage der Zeit. Freilich: Fleiß, Disziplin und Durchhaltevermögen gehören reichlich dazu, wie Dorit Schleissing vom Osnabrücker Theater in ihrem Grußwort sagt. Das Theater spendiert den Teilnehmern von Jugend musiziert je zwei Freikarten, ebenso der Schlossverein für das Festival Classic con brio.

Ein zweites Abschlusskonzert mit weiteren 1. Preisträgern findet in der Konzertreihe „SonnTakte“ statt am Sonntag, 16. Februar, um 11 Uhr in der Musik- und Kunstschule, Caprivistraße 1.


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