Sat.1-Show zum Abnehmen Comedian Oliver Beerhenke trainiert in Osnabrück

Hat in den letzten Monaten bei Thorsten Kröner (oben) für eine Sat.1-Show trainiert: Oliver Beerhenke. Foto: Elvira PartonHat in den letzten Monaten bei Thorsten Kröner (oben) für eine Sat.1-Show trainiert: Oliver Beerhenke. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Dreimal pro Woche fuhr Comedian Oliver Beerhenke („Upps! – Die Super-Pannenshow“, „Die dreisten Drei“) von November bis Januar die Strecke von Gütersloh nach Osnabrück zu Personal Trainer Thorsten Kröner. Anlass war eine Abnehm-Show auf Sat.1, die voraussichtlich im Sommer dieses Jahres ausgestrahlt wird.

Donnerstagmorgen in einem Osnabrücker Fitnessstudio: So sprachlos sehen seine Kunden Thorsten Kröner wohl eher selten. Das Handy am Ohr, weiten sich die Augen des Fitness-Trainers. Schuld daran ist Comedian Oliver Beerhenke und dessen Frage: „Bleibt es bei Freitag?“ Wenige Minuten später kann der Trainer darüber lachen. Natürlich hat Beerhenke die Tage nicht verwechselt. Er wollte nur kurz Bescheid sagen, dass es auf der Autobahn heute länger dauert. Er sei gleich da.

Drei Monate lang hat Beerhenke in Osnabrück trainiert, obwohl er in Gütersloh wohnt. Trainer und Comedian haben sich über Facebook kennengelernt. Kröner suchte Unterstützer für ein Benefiz-Projekt. Wenig später suchte der Comedian einen Fitness-Trainer. „Die Chemie hat einfach gepasst“, sagt Beerhenke. Er schreibe nachts viel vor dem PC und bediene sich dann am Kühlschrank. „Für mich ist es schwer, beim Essen Zugeständnisse zu machen. Über den Sport etwas zu ändern, war die einzige Alternative.“

Warum fährt er bis nach Osnabrück? „Trickserei“, sagt der 44-Jährige. In seinem Kalender habe er für das Training mit Kröner jeweils einen „Fitness-Tag“ eingetragen. Inklusive Anreise, Training und Sauna. „Ich bin auf Effektivität getrimmt“, so Beerhenke. Dadurch, dass er das Training als Teil der Show und somit „als Job“ begriffen habe, sei es ihm leichter gefallen, am Ball zu bleiben.

Für das Pressefoto soll Beerhenke auf einer Slackline Liegestütze machen. Die Füße stecken in Seilen, die von der Decke herabhängen. „Das ist doch für einen dicken Comedian wie mich überhaupt kein Problem.“ Spricht‘s und beißt die Zähne zusammen. Die Beine zittern ein wenig.

Gewicht als Show-Thema

Die Fotografin hätte gerne noch ein anderes Motiv? Kein Problem: Kurzerhand schnappt sich der Gütersloher den Trainer und lädt ihn auf seine Schultern. „Ich bin so fit wie seit meinem 30. Lebensjahr nicht mehr“, sagt Beerhenke. Dabei ist der Comedian kein unsportlicher Mensch: „20 Jahre und 40 Kilo leichter – da war ich Tennistrainer.“

Warum nimmt er nun ausgerechnet in der Öffentlichkeit ab? „Ich bin ein Medienmensch. Ich mache mein Gewicht zum Thema meiner Show“, erklärt Beerhenke. Da lag es nahe, beides zu verbinden. Aber: „Die Show ist nicht alles. Es geht auch um meinen Körper.“ Um den zu formen, musste Beerhenke beispielsweise Säcke voll mit Wasser schleppen, 18 Kilo schwere Schiffstaue bewegen und boxen. „Er ist nett, kennt aber auch keine Gnade“, sagt der Comedian über seinen Trainer.

Gebracht hat dem 44-Jährigen das Training nicht nur einen Verlust an Kilos, sondern auch eine andere Einstellung. „Im Hotel nutze ich den Fahrstuhl gar nicht mehr“, berichtet er. Das ging schließlich so weit, dass Trainer Thorsten Kröner an einem Freitagabend im November eine SMS seines Kunden erreichte: „Lach jetzt nicht, aber ich bin gerade just for fun das Treppenhaus meines Hotels dreimal rauf und runter gerannt. Jedes Mal immerhin sechs Stockwerke. Bin zwar aus der Puste, aber das wäre ich vor ein paar Wochen vermutlich schon nach drei Stockwerken gewesen“, so der Wortlaut. „Das war cool“, sagt Beerhenke rückblickend. Auch auf der Bühne bemerke er den Trainingseffekt. Nachdem die Show nun abgedreht ist, will Beerhenke weiterhin einmal pro Woche nach Osnabrück fahren.

In der Sat.1-Show wird Thorsten Kröner übrigens nicht zu sehen sein. Das private Training hat die Produktionsfirma nicht gefilmt.


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