Friedenspreis in die Friedensstadt Overbergschule aus Osnabrück erhält Schülerfriedenspreis 2013

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Stolz auf den Schülerfriedenspreis: Kinder sowie Leher- und Elternvertreter der Overbergschule mit Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (4. von links), Links neben Schulleiterin Eva-Maria Eberhardt (5. von links) Zeitzeuge Wolfgang Osterheider. Foto: privatStolz auf den Schülerfriedenspreis: Kinder sowie Leher- und Elternvertreter der Overbergschule mit Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (4. von links), Links neben Schulleiterin Eva-Maria Eberhardt (5. von links) Zeitzeuge Wolfgang Osterheider. Foto: privat

Hannover. Es gab dickes Lo b, eine Siegerurkunde, einen Geldpreis und einen Büchergutschein: Schüler-, Lehrer- und Elternvertreter der Osnabrücker Overbergschule sahnten am Dienstag in Hannover kräftig ab als Gewinner des Schülerfriedenspreises 2014 in Niedersachsen.

Das Rennen machte die Grundschule mit einem Projekt, das 2010 anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Unterrichtsstätte gestartet und in verschiedener Form über mehrere Jahre fortgesetzt wurde.

Im Mittelpunkt stand dabei, wie Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) in ihrer Laudatio schilderte, die Aufarbeirtung der Schulgeschichte unter besonderer Berücksichtigung jener Zeit in den 1940er Jahre, als auf dem Gelände der Overberg-schule eine Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme untergebracht war. 86 Häftlinge fanden damals den Tod.

An diese Opfer erinnerten die Schüler 2010 mit dem Kunstwerk „Courage“, das sie unter Mithilfe eines Künstlers und von Lehrkräften erstellten. Erinnert wurde damit auch an drei couragierte Kinder aus Osnabrück, die seinerzeit den Gefangenen heimlich halfen.

Ende 2010 fand auch eine Gedenkfeier für die Toten statt, die von den Schülern maßgeblich mitgestaltet wurde. Die Schule, die auch auf Zeitzeugen wie Wolfgang Osterheider oder den letzten Überlebenden Fritz Bringmann zurückgreifen konnte, veranstaltete in den Folgejahren weitere Friedensprojekte, darunter die Plakatausstellung „Die Lisa – eine deutsche Geschichte“ sowie Projekttage zum Judentum und zuzm Osnabrücker Künstler Felix Nussbaum. Unter dem Motto „Du wirst überleben und erzählen, was man mit uns gemacht hat“ gab es ferner eine Aktion mit dem Schwerpunkt Bilder- und Plakatemalen.

Heiligenstadt bescheinigte Schülern und Lehrern der Osnabrücker Schule eine „außergewöhnliche Leistung“. Dieses Frtiedenspriojekt habe sich „über mehrere Jahre erstreckt und ist überaus detailliert, aufwändig und sorgfältig dokumentiert und ausgeführt“.

Heiligenstadt, der zufolge der Friedenspreis eine Haltung der Nachdenklichkeit und Mitmenschlichkeit bei Schülern kultivieren soll, überreichte als Anerkennung neben der Urkunde ein Preisgeld von 800 Euro. Zudem gab es Büchergutscheine.


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