Zweimal täglich nach Hamburg und NRW ADAC-Postbusse halten künftig auch in Osnabrück

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Die gelben ADAC Postbusse machen künftig auch in Osnabrück Halt. Foto: dpaDie gelben ADAC Postbusse machen künftig auch in Osnabrück Halt. Foto: dpa

München. Osnabrück wird am Samstag an eine weitere Fernbuslinie angeschlossen: ADAC und Deutsche Post weiten ihr Netz aus und fahren auf der Strecke Hamburg – Nordrhein-Westfalen künftig auch zweimal täglich Osnabrück und Münster an.

So wird ab dem kommenden Wochenende jeweils um 11.05 Uhr und um 17.05 Uhr ein Bus der neuen Linie 60 in Richtung Bremen und Hamburg starten. Die Abfahrt in Münster erfolgt jeweils eine Stunde früher. Die Ankunft am Zielort Hamburg ist für 14.25 Uhr (Bus 603) und 20.25 Uhr (Bus 601) vorgesehen; die Fahrt dauert demnach planmäßig drei Stunden und 20 Minuten.

In Richtung Ruhrgebiet wird es dem neuen Fahrplan zufolge zwei Streckenführungen geben: Bus 601 steuert nach Osnabrück und Münster Dortmund, Wuppertal, Köln und Bonn an, Bus 603 hält in Dortmund, Essen und Düsseldorf. Abfahrt in Osnabrück ist hier um 18.15 Uhr (Bus 601) und 19.15 Uhr (Bus 603). In Münster kann entsprechend eine Stunde später aus- oder zugestiegen werden. Die Ankunft an den Endstationen Bonn und Düsseldorf erfolgt in beiden Fällen planmäßig um 22.50 Uhr.

60 Busse für 30 Städte

Nach Angaben der Post wird der Fahrplan zum 1. Februar um insgesamt vier neue Linien erweitert. Neben der Linie 60 sind demnach auch die Strecken München – Hamburg, München – Berlin und Berlin – Stuttgart neu im Programm. Außer den Friedensstädten Münster und Osnabrück würden damit künftig auch Göttingen, Kassel, Erfurt und Wuppertal neu angefahren. Insgesamt bedient ADAC-Postbus den Angaben zufolge künftig auf neun Linien 30 Städte mit 60 Bussen. Über den weiteren Netzausbau soll der Post zufolge in diesem Frühjahr entschieden werden.

Mit dem neuen Angebot komme der ADAC-Postbus auf knapp 15 Prozent Marktanteil, sagte der zuständige Postvorstand Joachim Wessels der „Süddeutschen Zeitung“. „Wir wollen die führende Rolle im Fernbusmarkt übernehmen“, sagte der Postvorstand, betonte aber: „An einem Preiskampf werden wir uns nicht beteiligen.“ Gleichwohl will der ADAC-Postbus im Februar und März mit Aktionspreisen ab neun Euro für die neuen Stationen werben, wie Deutsche-Post-Pressesprecher Alexander Edenhofer auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Langfristig solle sich das Angebot aber nicht über Billigpreis definieren: „Der ADAC-Postbus setzt bewusst mehr auf Qualität“, sagte Edenhofer.

Die gelben Busse konkurrieren mit mehreren neuen Fernbusangeboten, allen voran Mein Fernbus . Das Berliner Unternehmen mit den grün-orangefarbenen Bussen steuert Osnabrück ebenfalls mit zwei Linien an und befördert die Kunden etwa nach Berlin oder Stuttgart. Direkte Verbindungen nach Bremen und Hamburg oder Düsseldorf, Köln und Bonn hat Mein Fernbus gegenwärtig allerdings nicht im Programm; und nach Oldenburg, Wilhelmshaven und Ostfriesland gelangen Fahrgäste mit Mein Fernsbus bislang nur von Münster, nicht aber von Osnabrück aus . Und der Anbieter Flixbus bringt Kunden aus Münster und Osnabrück bislang nur nach Hannover und Berlin, nicht aber nach Hamburg, an die Nordsee oder ins Ruhrgebiet.

Der ADAC-Postbus ist am 1. November an den erst Anfang 2013 für Fernbusse geöffneten Markt gegangen und damit der bislang jüngste Anbieter. Wie Edenhofer sagte, zieht das Gemeinschaftsunternehmen von Deutscher Post und ADAC nach den ersten drei Monaten eine positive Bilanz: Nach rund 1,1 Millionen gefahrenen Kilometern seien 91 Prozent der Busse – bei einer Toleranz von bis zu 15 Minuten – pünktlich gewesen.


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