Diskussion über Sicherheit Osnabrück: Schülerlotsen zur Lotter Straße

Wer ist der Erste bei der Fahrbahnverengung? Nach Ansicht des Schulausschusses sollten die beiden Spuren geteilt werden: die rechte für Rechtsabbieger n die Bergstraße, die linke geradeaus weiter in die Lotter Straße. Foto: Jörn MartensWer ist der Erste bei der Fahrbahnverengung? Nach Ansicht des Schulausschusses sollten die beiden Spuren geteilt werden: die rechte für Rechtsabbieger n die Bergstraße, die linke geradeaus weiter in die Lotter Straße. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Schülerlotsen könnten zu mehr Sicherheit vor der Altstädter Grundschule und der Möser-Realschule beitragen. Möglich sei zudem, künftig am Anfang der Lotter Straße nur noch die linke Fahrspur für den Geradeausverkehr zuzulassen und die rechte auf Rechtsabbieger zu beschränken.

Die Leiter der Altstädter Schule und der Möser-Realschule am Westerberg hatten sich mit Wünschen zur Verbesserung der Schulwegsicherheit an die Politik gewandt. Insbesondere gaben sie dabei Probleme bei der Überquerung der Lotter Straße an und fordern Verbesserungen an der Mittelinsel zwischen Bergstraße und Arndtstraße.

Die Verwaltung hatten daraufhin Fußgängerzählungen durchgeführt mit dem Ergebnis, dass die Mehrheit morgens und mittags gezählten Fußgänger und Radfahrer die Ampel am Heger-Tor-Wall nutzten. Eine kleine Zahl ging über die Mittelinsel nahe der Arndtstraße, einige wenige über die Mittelinsel nahe Wielandstraße. Erfreuliche Erkenntnis: Vor allem Kinder gingen über die Ampelkreuzung.

Die Mittelinsel zwischen Berg- und Arndtstraße war während des Umbaus der Lotter Straße eingerichtet worden. Dieser frühe Abschnitt der Lotter Straße habe sich vorher als kritisch erwiesen: Zum einen verjünge sich die Straße von zwei Spuren auf eine, zum anderen gebe es einen regen Verkehr aus der Bergstraße von Volkshochschule und Stadthausgarage. Einige Ausschussmitglieder sehen hier weiterhin einen Gefahrenpunkt: Autofahrer auf beiden Spuren lieferten sich oft ein Wettrennen, wer als Erster die Lotter Straße erreiche, schilderte Jens Martin (SPD) seine Erfahrungen. Dies könne einfach verhindert werden, indem die rechte Spur nur noch für Rechtsabbieger sei und die linke für den Weg zur Lotter Straße, schlug Thomas Klein (Grüne) vor.

Dafür gab es Zustimmung, aber nicht zur Anregung, die Lotter Straße zur Tempo-30-Zone zu machen. Tempo 30 gelte an allen Eingängen zu Grundschulen, erinnerte Petra Knabenschuh als Elternvertreterin. Der Eingang zur Altstädter Schule liege an der Arndtstraße und da gelte auch Tempo 30. Die Anregung, Schülerlotsen einzusetzen, die notfalls auch auf die sichere Ampelkreuzung hinweisen könnten, fand breite Zustimmung. Ansonsten, so Brigitte Neumann (CDU), gebe es in den Schulen auch Verkehrserziehung, in denen auf Sicherheit hingewiesen werde.

Die Verwaltung plant außerdem, die Aufstellfläche auf der ersten Mittelinsel vergrößern, damit mehr Schüler darauf Platz haben. Vor allem Realschüler, die mit dem Bus kommen, nutzten diese Möglichkeit, die Lotter Straße Richtung Schule zu überqueren.


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