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„Allstar-Band“ bekommt Preis Study Up Award Jazz im Blue Note verliehen

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<em>„Ist“ nennt sich</em> das ungewöhnliche Projekt der Sängerin Friedelise Stutte, das den vom Blue Note gespendeten und mit 500 Euro dotierten Award einheimste. Foto: Elvira Parton„Ist“ nennt sich das ungewöhnliche Projekt der Sängerin Friedelise Stutte, das den vom Blue Note gespendeten und mit 500 Euro dotierten Award einheimste. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Die Jazz-Abteilung des Instituts für Musik in Osnabrück, kurz IfM, macht sich: Der Entausscheid beim Wettbewerb Study Up spielte sich auf hohem Niveau ab.

Es war eine Art „Allstar-Band“ des Abends, die den Study Up Award Jazz verliehen bekam. Sechs Bands, die sich am Institut für Musik (IfM) der Hochschule Osnabrück formiert haben, waren im Blue Note zum Wettstreit um den begehrten Preis angetreten. „Ist“ nennt sich das ungewöhnliche Projekt der Sängerin Friedelise Stutte, das den vom Blue Note gespendeten und mit 500 Euro dotierten Award einheimsen konnte.

Rasant hatte der Abend begonnen: Ein klassisches Jazz-Trio mit einem starken Pianisten und einem großartigen Schlagzeuger legte die Qualitätslatte schon reichlich hoch. Da das Trio allerdings Jazz-Klassiker interpretierte, kam es wohl nicht in die engere Wertung für den Award, denn auch Kreativität in Bezug auf Komposition war gefragt. In dieser Beziehung wurde das Publikum von Miss Julie and The Rascals gut bedient: Selbst geschriebene Songs über Liebe, Schmerz und Hoffnung sang Julia Falke mit lieblicher Stimme, die bisweilen ausbrach: „I hate that feeling“ schrie sie in ein kleines Megafon, das die Stimme verzerrte, derweil The Rascals ihre Sängerin mit kontrastreichen, modernen Klängen begleitete.

„Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen“, betonte Christian Saßnick vom Blue Note bei der Preisverleihung und verwies damit auf das hohe Niveau, auf dem alle Bands im Wettbewerb musizierten. Zusammen mit seinen Jury-Kollegen Alexander Schimmeroth vom IfM, Peter Schulze vom Jazzahead-Festival und Ralf Döring von der Neuen OZ einigte er sich auf die lobende Erwähnung der Band Bliss, die mit Sängerin Ella O’Brien-Coker eine gefühlvoll-soulige Jazzvariante präsentiert hatte. Einen Studiotag in Benno Glüsenkamps Fattoria Musica gewann das ebenso fulminante wie experimentelle Klaviertrio Bodosapiens für seine mitreißende Kultivierung kratzbürstiger Off-Beats.

Der vom Blue Note gestiftete Geldpreis in Höhe von 500 Euro ging schließlich an das Ensemble „Ist“ um die Sängerin Friedelise Stutte. Mit dem Pianisten Simon Seeberger und dem Drummer Jannis Wolff, die schon bei Null Ouvert überzeugten, mit dem Bassisten Yannik Tiemann, der auch Teil von Bodosapiens ist, sowie dem Trompeter und Flügelhornisten Jonathan Fisher war das Ensemble vorzüglich besetzt. Sie verwandelten Stuttes Songs in Klanggemälde, die rezitierte Gedichte, Chanson, Pop und Modern Jazz im Experimentierfeld vereinten. So vertonte die Band „After Great Pain“, ein Gedicht der amerikanischen Poetin Emily Dickinson, und bedankte sich mit einem isländischen Lied, das IfM-Dozent Lars Duppler für die Band arrangiert hat.


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