Zufriedene Gäste Gastro-Nachwuch tritt bei Osnabrücker Jugendmeisterschaft an


Osnabrück. Bei der 31. Osnabrücker Jugendmeisterschaft ermittelte der Gastronomienachwuchs der Region jetzt seine Besten.

Annette Polinski hat sich für das Thema „Rossini“ entschieden. Eine Geige prägt die Gestaltung des Schautisches der angehenden Hotelfachfrau. Den Gästen, die sich die verschiedenen Tische anschauen, bietet sie einen roten, eisgekühlten Cocktail an – trotz der Anspannung durch die Wettbewerbssituation wirkt sie ruhig, freundlich und professionell. Dass sie am Ende den Publikumspreis für Kreativität davontragen wird, kann sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

Der Wettbewerb „Osnabrücker Jugendmeister“ in den Gastro-Berufen fand jetzt zum 31. Mal in Berufsschulzentrum am Westerberg (BSZW) statt. Gleichzeitig wurde zum neunten Mal der Jugendmeister der Fachleute für Systemgastronomie ermittelt. Die Sieger in den jeweiligen Berufssparten (s. Kasten) nehmen im März an der niedersächsischen Jugendmeisterschaft in Cuxhaven teil.

Deren Motto: Kulinarische Legenden – die Entstehungsgeschichte klassischer Gerichte oder Wie Bismarck zum Hering kam. Das war jetzt auch die Aufgabenstellung in Osnabrück. Franz Josef Papenbrock: „Wir haben das Motto hier bewusst auch aufgegriffen, damit sich unsere Teilnehmer auf die Aufgabenstellung in Cuxhaven einstellen können.“ Dies sei den meisten Teilnehmern auch gelungen, urteilte der Abteilungsleiter Gastronomie und Ernährung am BSZW: „Wir haben einige gute Umsetzungen gesehen.“

Die Köche erhielten vier Wochen vor dem Wettbewerb eine Liste mit Zutaten, aus denen sie ein Drei-Gänge-Menü gestalten mussten. Aufgabe für die Hotel- und Restaurantfachleute war neben dem Eindecken und Servieren eines Dreigangmenüs unter realistischen Bedingungen die Gestaltung eines Schautisches für fünf Personen zum Wettbewerbsmotto. Die Zutaten wurden von einigen Zulieferern aus Osnabrück und Umgebung gesponsert. Michael Klein, Vorsitzender des Osnabrücker Köcheclubs, sprach diesen Sponsoren im Namen seiner Kollegen und des Veranstalters Dank aus.

BSZW-Schulleiterin Katharina Nolte freute sich über die engagierten Lehrer und die Juroren aus den Betrieben der Region sowie von den Berufsverbänden, vom Köcheclub Osnabrück und vom Verband der Servierer und Restaurantfachleute (VSR). Und sie lobte die jungen Männer und Frauen, die als Teilnehmer keine Scheu gezeigt hätten, sich dem Wettbewerb und dem Urteil der Fachleute und der Gäste zu stellen.

Zu denen gehörte auch Bürgermeister Burkhard Jasper. Er hob die hohe Qualität der Ausbildung hervor, die den Berufsanfängern in der Gastronomie gute Perspektiven eröffne. Sie könnten ein Leben lang davon profitieren. Ebenso aber komme qualifizierter Gastro-Nachwuchs auch dem Tourismus in der Region zugute. Der brauche gut ausgebildete Gastronomie-Fachleute. Damit Gäste kommen und wiederkommen – wie VSR-Vorsitzender Rainer Stanski sagte: „Zufriedene Gäste kommen wieder.“ Bei der nächsten Osnabrücker Jugendmeisterschaft dürften die Plätze also wieder alle besetzt werden im Restaurantraum des BSZW.


Der erfolgreiche Gastro-Nachwuchs Fachleute für Systemgastronomie: Gesa Koller, 2. Silvana Ganswindt, 3.Melanie Müller (alle Systemgastronomie Christian Eckstein) Köche: 1. Jan Claus (Westerwieder Bauernstuben), 2. Romina Niermann (Hotel Wiedemann), 3. Franziska Mai (Tiemann’s Hotel) Hotelfachleute: 1. Janina Brockmann (Tiemann’s Hotel), 2. Alexandra Ahrens (Hotel Restaurant Bergeshöhe), 3. Martina Prangen (Haus Surendorff) Restaurantfachleute: 1. Pascal Lange (Berggasthof Wilhelmshöhe) 2. Philipp Mennemann (OVK) 3. Karema Aly (Restaurant am Kachelofen) Bestes Team: Hofa Martina Prangen (Haus Surendorff), Köchin Nancy Rojas Salazar (RWE Osnabrück) und Systemgastronomin Silvana Ganswindt (Christian Eckstein) Bester Schautisch: Annette Polinski (Hotel Walhalla)

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