Rückkehr zur Traditionsmarke Osnabrücker Papierfabrik heißt wieder Kämmerer

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Direkt am Stichkanal liegt das Werksgelände von Kämmerer. Foto: Spellmeyer/PRDirekt am Stichkanal liegt das Werksgelände von Kämmerer. Foto: Spellmeyer/PR

Osnabrück. Im normalen Sprachgebrauch war die Papierfabrik immer unter dem Namen Kämmerer bekannt, obwohl sie in den vergangenen 13 Jahren nur noch unter dem Namen des finnischen Konzerns Ahlstrom firmierte. Zum Jahresbeginn sind die neuen Eigentümer zur Traditionsmarke zurückgekehrt.

Damit knüpft die neu gegründete Firma an die jahrzehntelange Tradition des Standortes an der Römereschstraße an, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Hintergrund: Teile der vormals zum finnischen Konzern Ahlstrom zugehörigen Papierfabrik wurden aus kartellrechtlichen Gründen im vergangenen Jahr an den Münchener Finanzinvestor Perusa verkauft. Dieser suchte nun für die Sparte der Vorimprägnat- und Schleifrohpapierherstellung einen passenden Namen. Fast logisch fiel die Wahl auf den Namen Kämmerer.

„Die Marke ist weit über die Region Osnabrück hinaus ein Begriff für Tradition und Qualität. Diese Eigenschaften wollen wir im Sinne unserer Kunden weiterführen“, sagt Jürgen Oess, Geschäftsführer der neuen Gesellschaft. Das Unternehmen Kämmerer wird in Zukunft eigenverantwortlich Spezialpapiere am Standort Osnabrück herstellen. 284 Arbeitnehmer, davon 22 Auszubildende, sind momentan in Produktion und Verwaltung an der Römereschstraße tätig.

Das Betriebsgelände im Osnabrücker Hafen wird sich die neue Gesellschaft mit dem vormaligen Besitzer, dem Unternehmen Ahlstrom, teilen. Während Kämmerer einen Großteil der Werksinfrastruktur und die komplette Verwaltung hält, werden auf einem Teilgelände nach wie vor Tapeten-, Poster- und Silikonrohpapiere von Ahlstrom hergestellt, wobei das finnische Unternehmen dabei als Mieter agiert. In einem Joint Venture betreiben Ahlstrom und Perusa darüber hinaus in Zukunft die übergeordneten Infrastruktureinrichtungen, wie das Kraftwerk oder die Wasserversorgung.


An der Osnabrücker Römereschstraße wird bereits seit mehr als 200 Jahren Papier hergestellt, bis zum Jahr 2001 unter dem Namen Kämmerer. Seit 1976 war das Werk im Besitz der finnischen Ahlstrom-Gruppe.

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