200 Quadratmeter zusätzlich Uni Osnabrück: Neue Lesesäle im Juridicum


Osnabrück. Viele Jahre lang haben Bibliotheksdirektion, Fachbereich und Fachschaft dafür gekämpft – nun werden im Juridicum endlich drei neue Lesesäle eröffnet. Dank einer Investition von knapp 550000 Euro haben die Studenten ab sofort 200 Quadratmeter mehr Platz zum Lesen und Lernen. Am Mittwoch wird der Neubau eröffnet.

„Es war wirklich wichtig, eine neue Fläche zu bekommen“, sagt Arndt Sinn. Der Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften hat viele Jahre beobachtet, wie seine Studenten in der Bereichsbibliothek um ruhige Lernplätze kämpfen mussten. „Zu Stoßzeiten war es sehr schwierig, hier noch einen Platz zu bekommen.“

Mit dem Bau von drei Lesesälen hat sich die Situation nun entspannt. Im dritten Obergeschoss des Juridicums ist ein langer Tunnel mit drei Räumen entstanden, die den Studenten Einzel- und Gruppenarbeitsplätze bieten.

Dafür wurde das vorhandene Flachdach durch eine leichte Stahlkonstruktion aufgestockt und mit dem Gebäude verbunden. Damit, so schreibt die Universität in einer Pressemitteilung, sei eine wirtschaftliche Lösung gefunden worden, ohne dass man den Standortvorteil der innerstädtischen Lage aufgegeben habe.

Bei der Ausstattung der Säle haben die Verantwortlichen besonders darauf geachtet, die Lautstärke so weit wie möglich zu dämmen. „An den Stirnseiten hängen schon Schallschutzelemente. Eventuell werden wir auch noch zusätzliche Elemente aufhängen“, sagt Friederike Dauer. Die zuständige Dezernentin der Bereichsbibliothek zeigt sich über die neuen Räume mehr als erfreut: „Das Studium der Rechtswissenschaften erfordert ein äußerst konzentriertes Literaturstudium. Hierfür nun weitere Arbeitsplätze geschaffen zu haben wird die Studiensituation sicherlich noch mal entscheidend verbessern.“ Bevor die Fläche im dritten Obergeschoss ausgebaut wurde, sind laut Friederike Dauer zwei andere Optionen geprüft worden. Zunächst habe man überlegt, für die lernenden Studenten Container anzuschaffen. Dafür sei der Boden neben dem Gebäude aber nicht tragfähig gewesen. Ein zweiter Plan: Die Tiefgarage unter dem Juridicum sollte zur Bibliothek werden. „Doch dafür ist die Decke dort zu niedrig.“ Die Räume im dritten Obergeschoss erweisen sich nun als die ideale Lösung – Panoramablick über den Westerberg inklusive.

Der Preis für 200 Quadratmeter zusätzliche Lernfläche: 550000 Euro. Das Geld stammt aus dem Hochschulpakt und aus Bibliotheksmitteln. Laut Dezernentin Friederike Dauer haben sich der Fachbereich Rechtswissenschaften und die Universitätsleitung sehr kurzfristig für diese Investition entschieden.

Mit den neuen Bibliotheksräumen hofft Fachbereichs-Dekan Arndt Sinn nun auch auf eine bessere Einstufung im Hochschulranking: „Zuletzt stand die Ampel dort für uns bei Gelb – wir hoffen, dass sie nun wieder auf Grün springt!“


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