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Grundstein fürs Leben 44 neue Fachkräfte für Lebensmitteltechnik

Von Bettina Mundt | 16.07.2019, 16:13 Uhr

Zum Abschluss der dreijährigen Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik erhielten 44 Absolventen in Osnabrück ihre Prüfungszeugnisse von der Industrie- und Handelskammer (IHK). Die Lehrer vom Berufsschulzentrum am Westerberg sind sich einig, dass es ein besonders guter Jahrgang war.

Manche der Ex-Prüflinge kamen leger in T-Shirt, Jeans und Turnschuhen zur Zeugnisübergabe auf den Spitzboden der Lagerhalle, viele trugen dem Anlass zu Ehren aber auch etwas elegantere Kleidung. Ein Berufsabschluss ist eben doch noch immer etwas Besonderes. „Sonst bräuchten wir das gar nicht zu machen“, sagte Karin Höptner, die bei der IHK Ansprechpartnerin für Berufsausbildung ist. Zusammen mit Berufsschullehrerin Susanne von Zweidorf und der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses der IHK, Ilka Höllmer, überreichte sie den Absolventen die Urkunden. Diese hatten neben ihrer dreijährigen Ausbildung in Betrieben wie Homann, Fuchs, Stockmeyer, Coppenrath & Wiese oder Froneri wöchentlich die Berufsschule am Westerberg besucht.

Flyer für die besonders Guten

Ein Empfänger sorgte im Saal für Heiterkeit, als er bei der Übergabe bemerkte: „Ich hab's selber nicht geglaubt.“ Und auch manch anderem war die Erleichterung anzumerken, die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen zu haben. Mehrfach wies Höptner auf einen Flyer hin, der den Unterlagen beigefügt war. Ihn bekamen nur Absolventen mit sehr guten Prüfungsergebnissen, die für ein Stipendium der IHK in Frage kommen. Dieses Jahr seien das besonders viele, sagten Höptner und mehrere Lehrer übereinstimmend.

Unter ihnen ist der 21-jährige Tobias Bartels aus Schwagstorf, dessen berufliche Orientierung sich nur langsam und mithilfe beratender Gespräche auf einer Jobmesse und beim Jobcenter entwickelte. Bartels fand die Schule interessant, sie habe ihm viel Spaß gemacht: „Vernünftige Leute, gute Lehrer“, konstatiert er kurz und knapp. In dem Beruf will er aber vorerst nicht arbeiten, sondern strebt nun ein Studium der Lebensmittelchemie an.

Lob für die Schule

Die 22-jährige Lara Friedrich aus Münster gehört ebenfalls zu den Besten ihres Jahrgangs. Über die Schule hat auch sie nur Positives zu sagen: „Das war schon anspruchsvoll.“ Die Lehrer seien kompetent gewesen und sie habe sich gut aufgehoben gefühlt. Wie Bartels möchte sie ein Studium anschließen und zwar „in Richtung Pharmazie“. Andere werden sicherlich in ihrem Berufsbild bleiben. Aber wo der Weg sie auch hinführe, so Ilka Höllmer, mit dem Abschluss hätten sie einen erfolgreichen Grundstein für ihre Zukunft, für ihr weiteres Leben gesetzt.