Markante Bäume gesichert Drei neue Naturdenkmäler in Osnabrück

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Osnabrück.Der Rat der Stadt Osnabrück hat drei markante Bäume als Naturdenkmäler ausgewiesen und sie damit für unantastbar erklärt. Die Zahl der Baum-Denkmäler in Osnabrück ist jetzt auf 17 gestiegen.

Besonders auffällig ist die weit ausladende Trauerbuche vor dem Hannoverschen Bahnhof . Als ein potenzieller Investor der Stadt eine Bauvoranfrage vorgelegte, die eine Neugestaltung des Vorplatzes ohne den Baum vorsah, wurde die Verwaltung hellhörig. Eilig wurde auf Basis des Bundesnaturschutzgesetzes (Paragraf 22) die Trauerbuche vorläufig gesichert.

Das Gesetz erlaubt es, Teile von Natur und Landschaft für zwei Jahre einstweilen unter Schutz zu stellen, wenn ein dauerhafter Schutz beabsichtigt ist. Die Trauerbuche ist etwa 150 bis 200 Jahre alt, hat einen Stammdurchmesser von 1,20 Meter und einen Umfang von 3,80 Meter.

Bedroht schien auch ein Amerikanischer Tulpenbaum in einem privaten Garten am Heger-Tor-Wall. Der Eigentümer hatte nach Angaben der Verwaltung die Unterschutzstellung angeregt, weil Gefahren durch Baumaßnahmen auf dem Nachbargrundstück drohten. Der Tulpenbaum ist etwa 100 Jahre alt, hat einen Stammdurchmesser von 95 Zentimetern. Die Baumart ist in Osnabrück sehr selten.

Eine hofnahe, frei stehende Stieleiche „mit landschaftsprägender Bedeutung“ steht jetzt ebenfalls unter Schutz. Der Eigentümer hatte sich dafür eingesetzt. In unmittelbarer Nähe verläuft die Amprion-Hochspannungsleitung Westerkappeln-Lüstringen. Die Firma Amprion hat keine Einwände gegen den Schutzstatus.


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