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Widerstand formiert sich Protest gegen Aktion der Freikirche Lebensquelle am Osnabrücker Bahnhof

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Osnabrück. Am Samstag und Sonntag wird auf dem Bahnhofsvorplatz in Osnabrück os1.tv zufolge ein religiöses Fest stattfinden, an dem sich die Evangelische Freikirche Lebensquelle Osnabrück beteiligt. Im Internet formiert sich Widerstand dagegen, die Polizei rechnet mit einem friedlichen Verlauf.

Bereits Anfang des Jahres soll der Verein „Christus für Deutschland“ os1-tv zufolge die zweitägige Veranstaltung am Samstag und Sonntag angemeldet haben. Mindestens sechs freikirchliche Jugendgruppen sind dem Bericht nach daran beteiligt – darunter auch die in den vergangenen Wochen in die Kritik geratene Freikirche Lebensquelle Osnabrück.

Auf Facebook formiert sich Widerstand gegen die zweitägige Veranstaltung am Bahnhof. Die kürzlich gegründete Kiez AG (Kultur Initiative eigenständiges Zentrum am Güterbahnhof“) wird am Wochenende mit einem Informationsstand am Bahnhof präsent sein, um Unterschriften gegen Veränderungen am Güterbahnhof zu sammeln. „Das wird friedlich ablaufen, und wir hoffen, dass ganz viele Osnabrücker dazu ihre Meinung kundtun“, sagte Daniela Matijevic von der Kiez AG os1.tv.

Auch ein Flashmob soll es geben. Die Facebook-Seite Flashmob Osnabrück kündigte eine entsprechende Aktion für 15.16 Uhr auf dem Theodor-Heuss-Platz (Bahnhofsvorplatz) an. Die Teilnehmer sollen sich der Ankündigung zufolge in der Menge verteilen und auf einen lauten Pfiff hin Namen berühmter Homo- und Bisexueller vorlesen, bis ein weiterer Pfiff die Aktion beenden soll. Hintergrund: Ralf Gervelmeyer, neuer Eigentümer des Güterbahnhofs und Mitglieder der Freikirche Lebensquelle, hatte Homosexualität in einem os1.tv-Interview als Sünde bezeichnet. Er fügte zu einem späteren Zeitpunkt ergänzend hinzu: „Wir hassen oder verachten nicht die Menschen, sondern wir verachten die Sünde.“

Die Polizei wird an den beiden Tagen vor Ort sein, auch mit Zivilbeamten. Sie rechnet aber mit einem unproblematischen Wochenende.

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