„Blickwinkel“ hilft Kindern Neue Frühförderstelle in Osnabrück gegründet

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. „Blickwinkel“ heißt eine neue Stelle für Frühförderung und Entwicklungsberatung. Vier Fachfrauen wollen Familien behilflich sein, „ihr Kind aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und kennenzulernen“. Unterstützt werden sie bei Bedarf von Therapiehund Linus.

Konzentrationsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten und Sprachprobleme sind heute die meistgenannten Entwicklungsstörungen. Grundsätzlich könnten alle Eltern Kontakt mit ihnen aufnehmen, wenn sie sich Sorgen um die Entwicklung ihres Kindes machen, sagen Martina Kirstein und Lisa Lafermann. Am Anfang stehen eine spielerische Entwicklungsüberprüfung des Kindes und ein ausführliches Gespräch mit den Eltern. Nach Rücksprache mit dem Kinderarzt ist eine Förderung möglich. Die Kosten dafür übernimmt die Kommune. „Blickwinkel“ hat eine Zulassung sowohl für die Stadt als auch für den Landkreis Osnabrück.

Eine Frühförderung laufe in der Regel über ein Jahr mit 40 einstündigen Treffen und sind bis zur Einschulung möglich. Die Therapeutinnen sind dabei nicht nur in ihrer Praxis in der Großen Hamkenstraße 19 tätig, sondern gehen auch in das Lebensumfeld des Kindes, in ihr Zuhause oder die Kindertagesstätte. Das Verhalten kann mit Video aufgezeichnet und später mit Eltern oder Erzieherinnen besprochen werden. Auch Geschwister werden bei Bedarf in die Frühförderung einbezogen. „Die Frühförderung ist freiwillig und kostenlose“, betonen die Fachfrauen. Das gelte auch für die Diagnostik. Wichtig sei die Mitarbeit der Eltern. Um möglichen Gründen für eine Entwicklungsverzögerung auf den Grund zu gehen, werden auch Schwangerschaft und Geburt in den Rückblick einbezogen.

Sollten die Kinder schon in therapeutischer Behandlung sein, bleiben sie auch während der Frühförderung durch „Blickwinkel“ bei ihrem jeweiligen Therapeuten. Das vierköpfige Team, das sich in den vergangenen Monaten in den Kindertagesstätten der Stadt vorgestellt hat, arbeitet bei der Frühförderung mit Therapeuten, Familienhilfen und Ärzten zusammen.

Auch der vierbeinige Mitarbeiter ist ein ausgewiesener Spezialist: Der achtjährige Mischling Linus ist ausgebildeter Therapie-Begleithund. Birgit Striewski setzt ihn in ganz speziellen Fällen ein: Da ist zum Beispiel ein kleiner nervöser Junge, der nie einen Turm aus Klötzen bauen kann, weil er ihn immer selber umwirft. Bis er hört, dass Linus ein begabter Turmumwerfer ist. Der kleine Junge schafft es nach und nach, sich zu konzentrieren und einen Turm aufzubauen, der zu seinem großen Vergnügen von Linus zum Einsturz gebracht wird.

Weitere Informationen über Osnabrücks dritte Frühförderstelle gibt es unter Telefon 0541/58051545 oder www.fruehfoerderung-blickwinkel.de .


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN