Schüler stehen hinter ihnen Osnabrücker Lehrer nach Stundenerhöhung verärgert

Ihr Einsatz hat sich nicht gelohnt: Die Schüler haben für ihre Lehrer und gegen die Stundenerhöhung demonstriert. Gebracht hat es nichts. Foto: Egmont SeilerIhr Einsatz hat sich nicht gelohnt: Die Schüler haben für ihre Lehrer und gegen die Stundenerhöhung demonstriert. Gebracht hat es nichts. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Jetzt ist es offiziell: In einer offenen Abstimmung hat der niedersächsische Landtag am Freitag dafür gestimmt, dass die Pflichtstundenzahl für Gymnasiallehrer erhöht und die Wiederherstellung der Altersermäßigung ausgesetzt werden – entgegen aller vorherigen Versprechungen. Die Lehrer fühlen sich hintergangen, die Schüler stehen hinter ihnen.

„Das ist eine Unverschämtheit, ein Wort- und Vertrauensbruch“, ärgert sich Hartwig Ahrens, Personalratsvorsitzender des Osnabrücker Ratsgymnasiums und Sprecher des Plenums der Personalräte der Niedersächsischen Gymnasien und Kooperativen Ge

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Warum die Lehrer so verärgert sind: 1998 wurden von der damaligen Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper (SPD) Arbeitszeitkonten eingeführt. Ab dem Schuljahr 2000/01 sollten die Lehrer neun Jahre lang jede Woche zwei Unterrichtsstunden mehr geben, da Lehrermangel herrschte. Ab dem Schuljahr 2012/13 sollte die Rückerstattung beginnen, der Abbau bis 2022 stattfinden. Dabei sei ihnen von Jürgens-Piepers versichert worden, dass es bis dahin keine Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung geben solle. Das Vorhaben der Landesregierung, die Pflichtstunden zu erhöhen und die Altersermäßigung auszusetzen, sei nötig, um die schulpolitischen Vorhaben umsetzen zu können, die im Wahlkampf in Aussicht gestellt wurden. Laut Philologenverband aber seien die Steuereinnahmen unerwartet hoch ausgefallen.

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