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11.12.2013, 15:11 Uhr

Sieg für Olaf Tank vor Gericht: In der Grauzone

Von Wilfried Hinrichs


Olaf Tank stand vor Gericht. Foto: dpaOlaf Tank stand vor Gericht. Foto: dpa

Osnabrück. Olaf Tank und die hinterhältigen Internet-Geschäftemacher bewegten sich in einer rechtlichen Grauzone. Die digitale Geschäftswelt war vor fünf Jahren, als die Abo-Fallen Hochkonjunktur hatten, dem Gesetzgeber enteilt.

War es gezielter Betrug oder nur das eiskalte Ausnutzen menschlicher Unachtsamkeit und Leichtgläubigkeit? Das Gesetz gibt bis heute keine glasklare Antwort.

Auch in der deutschen Rechtsprechung ist keine einheitliche Linie erkennbar. Das eine Gericht urteilt so, das andere genau gegenteilig.

Es kann gut sein, dass den Abo-Fallenstellern und ihren Inkasso-Handlangern mit juristischen Mitteln nicht beizukommen ist und sie weder straf- noch zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Die Millionen aus ihren miesen Geschäften werden sie ohnehin schon beiseitegeschafft haben.

Immerhin: Verstärkte Aufklärungsarbeit und öffentlicher Druck haben dazu geführt, dass das Geschäftsmodell mit den Abo-Fallen heute nicht mehr funktioniert.


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