Zeitgewinn dank Schnellerfassung Osnabrück: Schneller zum neuen Personalausweis

Fingerfertig: Oberbürgermeister Griesert gibt seine Daten ein. Foto: Jörn MartensFingerfertig: Oberbürgermeister Griesert gibt seine Daten ein. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Zeit ist Geld. Und um in Zukunft Zeit bei der Ausstellung von Dokumenten wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein zu sparen, steht im Bürgeramt seit Mitte November ein sogenanntes Speed-Capture-Terminal zur selbstständigen Erstellung von Ausweisfotos, Fingerabdrücken und digitaler Unterschrift zur Verfügung.

Knapp 200 Bürger hätten seitdem den neuen Service genutzt, berichtete Gerlind Kolbe vom Fachbereich Bürger und Ordnung bei der Präsentation des Gerätes im Bürgeramt. Bereits im Wartebereich werde auf die nicht nur zeit- und geldsparende, sondern auch zuverlässigere und weniger fehleranfällige Alternative zum klassischen Fotoautomaten hingewiesen. Platziert habe man „Speedy“, wie die Mitarbeiter das Gerät verkürzt nennen, aber ganz bewusst im Servicebereich, um immer „ein Auge darauf zu haben“, falls jemand Hilfe bei der Bedienung benötige.

Da „Speed Capture“ aber selbsterklärend in einem halben Dutzend wählbarer Sprachen von Deutsch über Englisch, Spanisch, Französisch und Russisch bis zu Türkisch durch die fünf Erfassungsschritte führt und auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist, sollte dies ein Ausnahmefall bleiben.

Auch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert konnte sich buchstäblich eigenhändig davon überzeugen, dass es keiner hohen Auffassungsgabe bedarf, um das neue Gerät zur schnellen Erfassung der persönlichen Identifizierungsdaten selbst bedienen zu können.

Nach der Eingabe des Geburtsdatums fährt der Bildschirm mit integriertem Blitz und Kamera auf Augenhöhe und fotografiert unter Anweisung des richtigen Abstandes so lange, bis das Foto den Kriterien für ein zulässiges Lichtbild entspricht. Nach Aufnahme der Abdrücke der beiden Zeigefinger und der Unterschrift auf einem elektronischen Pad werden die Daten ausschließlich im hochgradig abgesicherten städtischen Netz gespeichert und sind dort jederzeit abrufbar, bis sie nach 72 Stunden wieder gelöscht werden.

Auf diese Weise der unmittelbaren digitalen Übertragung hat jeder Service-Mitarbeiter im Bürgeramt einen schnellen Zugriff auf die für die Ausstellung eines Personalausweises oder Reisepasses erforderlichen biometrischen Daten. Bislang exklusiv in Osnabrück ist auch deren Mehrfachverwendung möglich. So könne der eingegebene Datensatz an den Schnittstellen auch für die Erstellung eines Führerscheins genutzt werden, zeigte sich Norbert Obermeyer vom Bürgeramt stolz auf die neue Errungenschaft.


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