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Windgeschwindigkeit bis zu 110 km/h Orkan Xaver: Teilweise Schulausfall im Raum Osnabrück/ Weihnachtsmarkt geschlossen

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Osnabrück. Im Kreis Osnabrück fällt am Donnerstag aufgrund des erwarteten Orkantiefs „Xaver“ vereinzelt der Unterricht aus. Die Schulen entscheiden selbst, ob der Unterricht stattfindet oder vorzeitig beendet wird. Der Weihnachtsmarkt in Osnabrück bleibt geschlossen. Für den Donnerstagnachmittag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Raum Osnabrück orkanartige Böen der Windstärke 11. Sie können eine Windgeschwindigkeit von bis zu 110 km/h erreichen. Das Orkantief „Xaver“ ist im Anmarsch. Von Sven Kienscherf, Sven Mechelhoff, Anne Overesch und Wilfried Hinrichs

Die Schulen im Landkreis Osnabrück entscheiden am Donnerstag in Eigenregie, ob der Unterricht aufgrund einer akuten Gefährdung an der Schule selbst vorzeitig abgebrochen wird. Das sagte der Sprecher des Landkreises Osnabrück, Burkhard Riepenhoff. Eltern und Schüler sollten sich direkt an die jeweilige Schule wenden. „Falls Sicherheitsbedenken bestehen, können die Schulen den Unterricht ausfallen lassen.“ Zunächst hieß es, der Unterricht findet statt.

Die IGS-Fürstenau hatte unterichtsfrei nach der dritten Stunde und in der Oberschule Berge fällt der Unterricht nach der sechsten Stunde aus.

Der Weihnachtsmarkt in Osnabrück bleibt am Donnerstag aus Sicherheitsgründen geschlossen. Das teilte Sven Jürgensen, Pressesprecher der Stadt Osnabrück, am Vormittag mit. „Die Inhaber der Buden sind aufgefordert worden, die Stände zu sichern und darauf zu achten, dass kein Kleinkram herumfliegen kann.“ Auch die Regenplanen sollen sorgfältig gesichert werden, so Jürgensen weiter. Am Freitag hat der Weihnachtsmarkt nach bisherigem Kenntnisstand regulär geöffnet.

Das nördliche Emsland muss am Donnerstag mit Böen der Windstärke 12 rechnen. Auch am Freitag soll es stürmisch bleiben, dann könnten noch Schauer und Schnee hinzukommen. Das berichtet Manno Peters vom Deutschen Wetterdienst . Zwischen 14 und 17 Uhr wird „Xaver“ voraussichtlich die Stadt Osnabrück erreichen, so Peters. Der Meteorologe rechnet damit, dass es bis Freitagnachmittag stürmisch bleibt. „Die extremen Windgeschwindigkeiten lassen zwar nach, aber es bleibt sehr, sehr windig.“ Im Gegensatz zum Sturm „Christian“, der im Oktober gewütet hat, sei diesmal nicht damit zu rechnen, dass es relativ schnell vorbei ist. Voraussichtlich wird es am Freitag zudem auch schneien, der Schnee wird allerdings nur in höheren Lagen liegen bleiben, so Peters.

Wir berichten weiterhin auf noz.de sowie unseren Facebookseiten über den Orkan. ( NOZ , Wittlager Kreisblatt , Meller Kreisblatt , Bramscher Nachrichten und Bersenbrücker Kreisblatt ) Auch auf Twitter halten wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

Definitiv ausfallen wird der Unterricht am Donnerstag an den berufsbildenden und allgemeinbildenden Schulen im Landkreis Vechta. Das gelte sowohl für Schulen in der Stadt als auch im Umland, bestätigte eine Landkreissprecherin. Im Kreis Steinfurt ist die Lage hingegen noch unklar. Eine offizielle Anordnung zur Schließung gebe es derzeit nicht, sagte Sigrun Rittrich, Sprecherin der Bezirksregierung Münster. „Es gilt, dass die Schulen selbst entscheiden.“

Krisenstab in Hannover

Die Bundespolizei wird am Donnerstag in Hannover einen Krisenstab einrichten, von dem aus die verschiedenen Aufgaben der Bundespolizei koordiniert werden. Das sagte Heiner Pahlmann, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim, im Gespräch mit noz.de. Es sei vor allem mit umstürzenden Bäumen an Bahnschienen zu rechnen. „Wir werden sämtliche Kräfte im Einsatz haben, damit wir flexibel reagieren können“, so Pahlmann. „Wir stehen mit den verschiedenen Bahnunternehmen im ständigen Kontakt.“

Die Feuerwehr Osnabrück bereitet sich nach eigenen Angaben nicht gesondert vor. „Wir sind immer vorbereitet“, heißt es aus der Einsatzzentrale. „Natürlich werden wir immer einen Blick auf das Wetter haben.“ Die Einsatzkräfte seien auf umstürzende Bäume und Gerüste sowie wegfliegende Dachpfannen eingerichtet. „Bei Bedarf werden die Freiwilligen Feuerwehren mit alarmiert.“ Falls die Leitstelle mit Notrufen überlastet sei, könnten noch drei weitere Arbeitsplätze zur Rufannahme eingerichtet werden.

Die Stadt Osnabrück will zunächst die Entwicklung des Unwetters am Donnerstag abwarten, im Bedarfsfall werde ein spezieller Stab eingerichtet, der die dann anstehenden Aufgaben koordiniert. Das sagte der Leiter der Pressestelle Sven Jürgensen.

Die Deutsche Bahn bereitet sich nach Angaben einer Sprecherin mit zusätzlichem Personal und technischer Ausrüstung auf das Orkantief vor. Möglicherweise könne es am Donnerstag zu Einschränkungen des Zugverkehrs kommen, im schlimmsten Fall sogar zu Einstellungen. Bahnreisende sollten sich vor Reiseantritt über das Internet oder über die kostenpflichtige Servicenummer der Bahn (0180/699 66 33) informieren oder sich an die kostenfreie Fahrplanauskunft (0800/150 70 90) wenden.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät, außenstehende Mülltonnen und Gartenmöbel einzuschließen. Auch Blumentöpfe und andere bewegliche Gegenstände zum Beispiel auf Balkonen sollten in Sicherheit gebracht werden. Autos sollten in größeren Abständen von Häusern und Bäumen geparkt werden.

Zudem empfiehlt das BBK die Dachdeckung vor Windsog zu sichern. Kaminabdeckungen, Antennen und Satellitenschüsseln sollten auf ihre Stabilität hin geprüft werden.

Die höchste der Sturmfluten wird nach bisheriger Einschätzung in der Nacht zum Freitag – nach Mitternacht – in Ostfriesland und an der Nordseeinsel Borkum erwartet.

Weihnachtsmärkte

In Münster bleibt den kompletten Donnerstag der Weihnachtsmarkt am Stadthaus 1 geschlossen, wie die Westfälischen Nachrichten berichten. Ob auch die anderen Märkte in der Stadt nachziehen, ist noch unklar. Über die Weihnachtsmärkte in Osnabrück wird erst am Donnerstag entschieden.

Zuletzt aktualisiert um 5.15 Uhr.


In der Stadt Osnabrück und im Kreis Osnabrück fällt am Donnerstag trotz einer Unwetterwarnung nicht die Schule aus. Das haben die Behörden am Donnerstagmorgen bekannt gegeben. Für den Donnerstagnachmittag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Raum Osnabrück orkanartige Böen der Windstärke 11. Sie können eine Windgeschwindigkeit von bis zu 110 km/h erreichen.

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