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29.11.2013, 20:25 Uhr

Critical Mass in Osnabrück: So einfach kann es sein

Ein Kommentar von Jörg Sanders


Critical Mass - mit dem Rad einmal um den Wall 29.11.13. Foto: Swaantje HehmannCritical Mass - mit dem Rad einmal um den Wall 29.11.13. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Ende Oktober noch standen sich Radfahrer und Polizei verfeindet gegenüber. Nach der jetzigen Critical Mass haben beide Seiten erkannt: Es geht auch anders.

Im Oktober kesselte die Polizei die Radfahrer an der Osnabrückhalle mit einem unverhältnismäßigen Großaufgebot ein. Die Polizei ließ die Critical Mass nicht gewähren, da sie sie als anmeldepflichtige Versammlung bewertete. Letztlich ließ sie die Radfahrer doch fahren, nachdem sich ein Freiwilliger als verantwortlich gemeldet hatte. Die Fronten waren verhärtet.

Überraschend und positiv zu bewerten ist nun, dass die Beamten die Radfahrer schlichtweg ziehen ließen. Selbst auf Rädern begleiteten fünf Polizisten die Gruppe, man tauschte sich aus.

So verwundert es wenig, dass beide Seiten am Ende eine durchweg positive Bilanz zogen. Die Radfahrer konnten in Ruhe und abgesichert fahren; die Polizei hatte keinen Ärger, da es keine Chaoten gab. Warum auch soll in Osnabrück nicht das klappen, was in vielen anderen Städten in Deutschland und weltweit reibungslos funktioniert? So dürfen sich beinahe alle auf die kommende Critical Mass freuen – verständnislose Autofahrer ausgenommen.


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