Mediensatire Osnabrück: „TV-Nonstop“ feiert am Freitag Premiere


Osnabrück. Für die „Fußballszene“ haben sich die Schauspielerinnen extreme Perücken aufgesetzt, zum Beispiel in leuchtendem Pink. Die Szene ist Teil der Produktion „TV-Nonstop“, die am kommenden Freitag im Piesberger Gesellschaftshaus Premiere hat. Die Schauspielerinnen gehören zu den „Märchenhaften“, einer Gruppe von 14 Amateur-Akteuren.

TV-Nonstop ist eine Mediensatire, geschrieben von Thorsten Böhmer. Ein Ehepaar, bei den Märchenhaften gespielt vom Geschwisterpaar Eileen und Tristan Wellmann, sieht fern und zappt sich durch das Programm. Die übrigen Schauspieler stellen die Szenen dar, die in der Glotze zu sehen sind. Inszeniert wird das bunte Programm von der Regisseurin Anja Mewes.

Es ist die Frau, die das Fußballspiel gerne sehen möchte. Doch weil es ein Match unter Sozialarbeiterinnen ist, hat ihr Mann keine Lust „Da hab ich ja an ner Darmspiegelung mehr Spaß!“ Man kann diese Einstellung schnell nachvollziehen, denn nicht nur die Haare sind bei dieser Partie, die nach allen Regeln der Klischees abläuft, extrem. Anlass ist ein Foul, über das die Spielerinnen sogleich zu diskutieren beginnen, und zwar mit typischen Sätzen wie: „Wie soll die Spirale der Gewalt jemals durchbrochen werden?“Oder: „Immerhin haben wir das Problem benannt, das ist doch schnonmal ganz konstruktiv.“ Irgendwann wird es auch dem Schiedsrichter zu toll: Er müsse immer 180 Minuten nachspielen lassen, weil die Spielerinnen „jeden Furz ausdiskutieren“ müssten.

Während seine Frau vor der Glotze sitzt, hat der Mann ein neues Bett aufgebaut, das er nun gerne „einweihen“ möchte. Doch das TV-Programm ist interessanter. Gerade soll in der Pathologie eine Frau ihren Mann identifizieren, und dabei werkelt Dr. Megadeath munter an dessen Leiche herum.

Was „Die Märchenhaften“ noch auf die Bühne beziehungsweise die imaginäre Mattscheibe bringen, ist zu erleben im Piesberger Gesellschaftshaus. Vorstellungen sind am Freitag, 22. November, und Samstag, 23. November, jeweils um 19.30 Uhr. Karten kosten 8 Euro, ermäßigt 4 Euro.


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