Konferenz im November Ringlokschuppen Osnabrück: Bald konkrete Pläne

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Osnabrück. Ende November geht es in einem Workshop um die Zukunft des Osnabrücker Ringlokschuppens. Das kündigte Stadtbaurat Frank Otte an bei der 7. Investorenkonferenz am Donnerstagabend im Kaffee-Partner-Haus am Osnabrücker Hafen.

In dem Workshop sollen Kreative, Investoren, Planer, Architekten und Makler Ideen für die Zukunft des ehemaligen Eisenbahngebäudes formulieren. Rund 150 Experten und Beteiligte hat die Stadt dazu eingeladen, rund 50 Zusagen seien bisher zurückgekommen. Otte rechnet am Ende mit 80 bist 100 Teilnehmern. Sie sollen Perspektiven entwickeln für ein umfassendes Nutzungskonzept des Gebäudes „aus einer vergangenen Zeit“, wie Otte das am Güterbahnhof gelegene Baudenkmal aus der Dampflokzeit nannte. Der Ringlokschuppen könnte einmal Gelenkfunktion übernehmen zwischen der rund 1500 Meter entfernten City und dem Gewerbegebiet Hasepark. Er rechne mit ersten konkreten Plänen für das Frühjahr 2014, sagte der Stadtbaurat vor den Teilnehmern der von der Wirtschaftsförderung Osnabrück GmbH (WFO) veranstalteten Investorenkonferenz.

Rund 150 Männer und Frauen aus der regionalen Wirtschaft waren der Einladung von Sonja Ende, Geschäftsführerin der WFO, gefolgt. Zusammen mit Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Stadtbaurat Otte und Chefstadtplaner Franz Schürings öffnete sie den Bauchladen der Flächen, die die Stadt investitionsfreudigen Unternehmern anzubieten hat.

Griesert bezeichnete den Veranstaltungsort der Konferenz selbst als „Konversions-Rakete“, ein Symbol für einen erfolgreich begonnen Konversionsprozess. Der begann im Jahr 2006, nachdem bekannt geworden war, dass die britische Armee aus ihren Osnabrücker Kasernen komplett abrücken würde. Der OB wies bei der Gelegenheit noch einmal auf das neue Stadtbuch von Frank Henrichvark und Hermann Pentermann hin, in dem die Geschichte der britischen Garnison in Osnabrück beschrieben wird. Das Kaffee-Partner-Haus und das Behördenzentrum in der ehemaligen Winkelhausenkaserne sowie die großen und zum Teil vollendeten Hochschul-Bauvorhaben am Westerberg seien Belege für den gelingenden Prozess.

Stadtbaurat Otte beschrieb die noch zu entwickelnden Projekte, zu denen er auch die seit 1996 laufende Umwandlung des Haseparks von einem Industriegelände in Dienstleistungs- und Gewerbeflächen zählt. Dort, rund zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, seien noch rund 7,6 Hektar Gewerbefläche frei. Es gebe den Plan, dieses Gelände durch einen Osteingang an den Hauptbahnhof anzubinden. Otte setzt große Hoffnungen auf Entwicklung am Neumarkt. Ein Einkaufszentrum werde dazu beitragen, den südlichen Teil der Innenstadt besser an die Große Straße und die Fußgängerzone anzubinden. Das Einkaufszentrum am Kamp zeige, dass durch eine derartige Entwicklung die Qualität einer Lage gesteigert werden könne.

Stadtplaner Franz Schüring beschrieb die neuesten Entwicklungen der Kaserne an der Landwehrstraße. Hier wurde in dieser Woche ein Planungs-Entwurf von einer Jury ausgewählt. Mit vorbereitenden Arbeiten und der Bauplanung wird im kommenden Jahr begonnen. Die Vermarktung der Flächen wird voraussichtlich im Jahr 2015 beginnen.


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