Ein Bild von Wilfried Hinrichs
06.11.2013, 20:02 Uhr

Zeichen der Hoffnung

Kommentar von Wilfried Hinrichs

Fünf Millionen Euro teurer als geplant: das Zentrum für Geriatrie. Foto: Gert WestdörpFünf Millionen Euro teurer als geplant: das Zentrum für Geriatrie. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Die Finanzmisere des Klinikums ist zu einem großen Teil hausgemacht. Der frühere Geschäftsführer stellte die Weichen falsch, als er persönlich mit einer todbringenden Krankheit rang und nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Hinzu kam ein schwacher Aufsichtsrat, der nicht korrigierend eingriff.

So band sich das Klinikum mit dem Krankenhaus Dissen einen Verlustbringer ans Bein oder verschätzte sich grandios um fünf Millionen Euro bei den Kosten für das Geriatrie-Zentrum.

So paradox es auch klingt: Gerade weil die akute Finanzklemme wesentlich auf eigenes Versagen und nur zum Teil auf die allgemeine Krankenhauskrise in Niedersachsen zurückzuführen ist, besteht gute Hoffnung auf Genesung. Die neue Geschäftsführung und der neue Aufsichtsrat haben es selbst in der Hand, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. Die ersten Schritte sind schon gemacht: Das Chaos im Controlling wird aufgearbeitet, die Wirtschaftlichkeit in allen Bereichen analysiert. Wenn im ersten Quartal 2014 das Sanierungskonzept vorliegt, beginnt ein mehrjähriger, schmerzhafter – und hoffnungsvoller – Prozess.


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