Markus Quentin in „Komasaufen“ Gebürtiger Osnabrücker spielt Hauptrolle im Ersten

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Der gebürtige Osnabrücker Markus Quentin (Mitte) spielt die Hauptrolle im Fernsehfilm „Komasaufen“ (hier mit Julius Nitschkoff und Anna-Lena Klenke). Foto: SWR/Alexander KlugeDer gebürtige Osnabrücker Markus Quentin (Mitte) spielt die Hauptrolle im Fernsehfilm „Komasaufen“ (hier mit Julius Nitschkoff und Anna-Lena Klenke). Foto: SWR/Alexander Kluge

Osnabrück. Im SWR-Film „Komasaufen“, der am Mittwochabend zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird, ist unter anderem auch der gebürtige Osnabrücker Jungschauspieler Markus Quentin zu sehen.

Der fast auf den Tag genau 16-jährige Markus Quentin (seinen Geburtstag feiert er am Donnerstag) spielt den etwa gleichaltrigen Lukas. Der versteht sich alles andere als gut mit dem neuen Freund seiner Mutter (Oliver Mommsen, bekannt als Ermittler Stedefreund aus dem Bremer „Tatort“). Viel lieber würde Lukas bei seinem richtigen Vater leben. Doch seine Mutter (Aglaia Szyszkowitz) hat sich für den Neuen entschieden. Schulische Probleme kommen hinzu. Überhaupt ist 16 ein schwieriges Alter, in dem Alkohol zunehmend ein Thema wird.

Trotz ihres etwas reißerischen Titels sieht Markus Quentin die Produktion „als einen Film, der ein nicht seltenes Bild aus dem realen Leben wiedergibt.“ Natürlich zeige der Film Extreme, aber das Gesamtbild, das in „Komasaufen“ wiedergegeben werde, sei für ihn keinesfalls unrealistisch. „Ich bin selbst im Alter von Lukas und habe oft genug gesehen, was durch ein ,bisschen Trinken‘ auf Partys passieren kann“, erzählt der Nachwuchsschauspieler.

Viele Gemeinsamkeiten mit Lukas könne er nicht entdecken, sagt Markus Quentin, der mit seiner Familie inzwischen in Hamburg lebt. Lukas sei ein eher introvertierter, schüchterner und zurückhaltender junger Mann, dem es an Selbstvertrauen mangele. „Und gerade in bestimmten Situationen des Films würde ich von mir als Markus behaupten, mehr Rückgrat zu besitzen und auch mal Nein sagen zu können“, sagt der junge Schauspieler, der zurzeit auch im Kinofilm „Zum Geburtstag“ von Denis Dercourt zu sehen ist.

Seine erste Hauptrolle spielte Markus Quentin als Zwölfjähriger – an der Seite von Wotan Wilke Möhring im ZDF-Film „Eine Frage des Vertrauens“. Doch „Komasaufen“ sei für ihn die bislang größte schauspielerische Herausforderung gewesen, erzählt er. „Es wurden unglaublich viele Facetten und Stimmungslagen verlangt, die ich noch nie gespielt hatte. Doch Regisseur Bodo Fürneisen und Schauspielcoach Patrick Dreikauss haben mir immer wieder Tipps gegeben und mir dadurch sehr geholfen“, berichtet Markus Quentin in einer E-Mail, die er unserer Zeitung aus seinem Auslandsschuljahr in den USA schreibt. „Komasaufen“ sei für ihn das bislang aufregendste und vielseitigste Projekt und die tollste Filmerfahrung gewesen. Nicht nur wegen der spannenden Dreharbeiten, sondern auch wegen der interessanten Menschen, die er während dieser Zeit kennengelernt habe.

Im Nachhinein habe er das Gefühl, dass das Team in ganz Baden-Baden gedreht habe: In den Bergen, in einem Rohbau, in einem Club, in einem Krankenhaus und während eines Konzerts. „Das waren echt unbeschreibliche Erfahrungen, für die ich sehr dankbar bin“, bilanziert der Schüler.

Andere Film-Projekte hat er zurzeit nicht in Planung. Erst mal absolviert er sein Auslandsjahr. Und für Ende des Jahres ist die Ausstrahlung eines bereits abgedrehten Dokuspiels vorgesehen, in dem Markus Quentin den damals 14-jährigen Helmut Schmidt spielt. „Helmut Schmidt – Lebensfragen“ lautet der Titel der Produktion, die zu Ehren des 95. Geburtstags des Altkanzlers gezeigt werden soll.


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